Darsteller: Luise Schumann, Sandra Schmidt, Sandra Schumann, Frank Schaber, Rene Woost
Review:
3 Frauen überfallen eine Bank und alles verläuft zu ihren Gunsten. Sie kommen schnell und einfach an das Geld und auch der Flucht per Auto steht nichts im Wege.
Doch auf der Fahrt kommt es zum Streit zwischen den Dreien und sie krachen fast mit einem anderen Auto zusammen, aber so landen sie nur am Straßenrand.
Die 3 steigen aus und gehen zum anderen Auto, wo sie ein Ehepaar vorfinden. Die Frau ist wohl auf, aber sie erscheint etwas wirr und ihrem Mann geht es etwas weniger gut. Nicht nur, dass er an den Sitz gefesselt ist, ist er obendrein auch noch ein Zombie.
Und wo ein Zombie ist, dort sind dann auch bald mehrere…
Kill Baby, Kill! ist der aktuelle Film aus der Schmiede von COUNTERPART ENTERTAINMENT und dieser Film kam gerade richtig. Ich bin zur Zeit sowieso etwas in Grindhouse-Stimmung und dann bekomme ich diese kleine Perle hier vorgesetzt.
Baby präsentiert sich in schwarz-weißen Bildern und nachträglich wollte man dem Film noch ein älteres Aussehen verleihen durch Schmutz auf der Filmrolle – wäre das Bild noch etwas körniger, würde man sich noch mehr in die alte Zeit
zurück verstetzt fühlen. Aber nicht nur das Bild erinnert an die gute alte Zeit, sondern auch die 3 Frauen. In den 60er Jahren im Film Faster, Pussycat! Kill! Kill! gab es auch schon mal 3 Frauen, die der Gewalt nicht abgeneigt waren und hinter viel Geld waren diese auch her. Und spätestens beim wörtlichen Zitat wird klar, dass sich Baby vor Pussycat verneigt und ab da dürften auch die anderen Parallelen auffallen. Ich glaube Russ – er möge in
Frieden ruhen – wäre stolz. Auch wenn unserer gemeinsamen Vorliebe hier nicht gefrönt wird.
Die Verneigung endet aber noch nicht bei Pussycat, sondern da wären auch noch die Zombies. Vom Make-Up her erinnern diese stark an Romero seine Zombies aus Night of the Living Dead – auch aus den 60er Jahren und hier darf sich der Kenner an Zitaten zu diesem Klassiker erfreuen.
Rolf Höhne hat auch sein Versprechen gehalten, dass Baby blutiger wird. Und im Vergleich zu Young Bloody Slasher und House of Death geht es hier schon derber zur Sache. Mit Zombies kann man eben schönere Schweinereien
machen und es sind auch all die Klassiker vom Abtrennen von Gliedmaßen und offene Bauchdecke dabei. Dennoch sollte man keine übelste Splatterorgie erwarten. Die Effekte sind einfach nur auf den Punkt gut eingesetzt. Hier mischen sich auch CGI und handgemachte SFX und hier danke ich für die s/w-Bilder, denn dort fallen die CGI nicht all zu sehr auf. Man erkennt sie zwar, aber als Freund vom Handgemachten empfindet man diese nicht als störend.
Allerdings schade ist wieder, dass das Treiben nach etwa 37 Minuten sein Ende findet. Hier hätte ich mir mehr gewünscht, denn der Film macht Spaß. Also wird es Zeit, dass CPE mal einen Mittel- oder Langfilm produziert. Vorher wird es aber erstmal wieder einen Kurzfilm geben – Dead Continue. Dieser wird es als Extra zur kommenden DVD-VÖ von Kill Baby, Kill! geben. Später in dieser Review wird es noch weitere Infos zur kommenden DVD geben.
Vorher widme ich mich noch den Darstellern. Wie bei Independentproduktionen üblich wird man wohl auch hier auf Freunde und Bekannte zurückgegriffen haben. Da kommt es ab und an mal vor, dass man Totalausfälle bei den Darstellern erlebt. Bei Baby ist es allerdings anders. Die Darsteller spielen wirklich solide. Die einzige alberne Figur ist die der “Daisy” – hat dafür aber auch einen hohen Unterhaltungswert. Ansonsten wirklich solide Darstellungen, obwohl man bei manchen Dialogen (im Auto) etwas griffiger mit der Stimme hätte arbeiten können.
Für alle, die bei der Premiere im “CAPITOL” Riesa nicht dabei sein konnten, haben die Möglichkeit Baby in diesem Frühjahr auf DVD zu erleben. Die DVD wird dann auch randvoll mit Extras zugepackt sein.
Als Extras gibt es dann:
- die Kurzversion des Film (Originalversion)
- einen Audiokommentar
- Live Sound (man sieht den Film und hört die Publikumsreaktionen von
der Premiere am 18. Juli 2009 in Riesa)
- ein Making Of
- Musikclip
- Outtakes
- Fotos
- und den Bonusfilm “Dead Continue”, welcher später an gesonderter Stelle auch seine Review verpasst bekommt
Es lohnt sich als und sobald ich den genauen Termin für die DVD-VÖ weiß, lass ich es euch wissen. Wer sich jetzt schon mal einen kleinen Vorgeschmack holen will, der sollte beim MySpace Profil zum Film vorbei schauen. Dort findet man Trailer, Fotos und vieles mehr.
Bleibt mir nur noch zu sagen, dass der Film zwar seine kleinen Macken hat, aber dennoch einen sehr hohen Unterhaltungswert bietet und man kann ihn als liebevolle Hommage an die gute alte Zeit ansehen… einfach großartig.





