Archive for the ‘Thriller’ Category

Frozen – Etwas hat überlebt

Montag, Mai 31st, 2010

Originaltitel: The Thaw

Regie: Mark A. Lewis

Darsteller: Martha MacIsaac, Val Kilmer, Aaron Ashmore, Kyle Schmid, Steph Song

Story:

Ein klines Forscherteam entdeckt ein Mammut, welches vom “ewigen” Eis freigegeben wurde. Aber nicht nur das Mammut war im Eis mit eingeschlossen, sondern auch ein Parasit, der schon bald seine ersten Opfer unter den Forschen fordert. Bei diesen wenigen Opfern soll es aber nicht bleiben, denn ein paar Studenten und die Tochter von Dr. Krupien, sind auf dem Weg zu dieser “Entdeckung”. So bekommt der Parasit eine noch größere Möglichkeit den Tod zu verbreiten.

Kommentar:

Der Film nimmt als Aufhänger die Erderwärmung und den Ökoterrorismus. So bekommt man in den ersten Minuten vor den Kopf geknallt, dass es zu viele Menschen gibt und etwas später hält uns auch einer der Studenten vor, dass wir Menschen erstmal nur an uns und unseren Spaß denken und dabei keine Rücksicht auf die Natur nehmen. Und das Traurige an der Sache ist, dass er damit gar nicht mal Unrecht hat.

Aktuell haben wir dort auch das Beispiel mit der gesunkenen Bohrinsel. Der Mensch hat mal wieder die Natur ausgebeutet und wieder einmal ging dabei etwas schief. Nun läuft unablässig Öl in den Golf von Mexiko und zerstört dort die Umwelt. Und irgendwann bekommen wir Menschen die Rechnung dafür. Die Natur hat Zeit und sie wird sich auch irgendwann wieder davon erholen, aber wir Menschen werden dann noch drunter leiden – auch wenn viele von uns dann schon gar nicht mehr da sind und schon zu Staub zerfallen sind. Die Natur wird sich an uns rächen und verdient haben wir es alle mal.

Nun aber lieber zurück zum Film. Der Film fängt eben mit dieser leichten Sozialkritik an, rutscht dann aber im weiteren Verlauf mehr zum Tierhorror ab. Denn der Parasit (oder besser gesagt die Parasiten) sind Insekten aus der Urzeit. Aufgrund der Erderwärmung kommt dieses Mammut ans Licht und dies war schon Parasiteneiern verseucht, die jetzt auch langsam auftauen und dann die Menschen befallen. Da laufen dann auch noch ein paar Heimlichkeiten innnerhalb des Forschersteams ab, aber man erkennt schnell, dass sie eigentlich dort bescheid wissen und mit dem Ökoterrorismus im Hinterkopf kann man sich schon denken, dass das Ganze größere Ausmaße annehmen soll. Daher kann man sich auch schon einiges denken, aber dennoch tut dies dem Film keinen Abbruch.

Denn sind erstmal alle Figuren eingeführt und an ihren Bestimmungsort kommt auch die Spannung mit auf. Die kann sich auch bis zum Ende halten, obwohl die Wendungen keine wirklichen Überraschungen bieten. Jeder der ein paar Slasherfilme kennt, kann das auch hierher übertragen. Nur das in diesem Film der Killer eben Insekten sind – ansonsten ist hier auch das Final-Girl und Einer nach dem Anderen darf aus dem Leben treten. Allerdings geht es hier nicht ganz so blutig zu – wäre auch Fehl am Platz. Da gibt es eigentlich nur eine wirklich fiese Szene, aber auch die beweist mal wieder, dass das was man sich selber vorstellt manchmal grausamer ist als wenn die Kamera draufhalten würde. Da darf man auch froh sein, dass der Staat (bisher) das eigene Kopfkino nicht zensieren kann.

Wenn der Film gesamt gesehen gut ist, hab ich dennoch was zu bemängeln. Das sind nämlich die bösen CGI-Effekte bei den Insekten. Es hielt sich zwar in Grenzen, aber es ist dennoch sehr auffällig und es sieht nicht schön aus. Da lobe ich mir doch die alten (italienischen) Horrorfilme – dort wurde noch mit echten Insekten gearbeitet und das sieht verdammt gut aus. Es hat doch damals geklappt und wieso macht das heute kein Filmemacher mehr? Aber es liegt wohl in der Natur des Menschen, dass man lieber den einfachsten Weg geht.

Mehr bleibt mir zu diesem Film auch nicht zu sagen oder mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen. Es ist einer dieser Filme für zwischendurch, die für den Moment gute Unterhaltung bieten. Man kann ihn sich durchaus mal ansehen und ist somit eine gute Alternative sollte mal nur wieder Mist im TV kommen oder auch wenn der Videothekenbesuch sonst nichts Interessantes bietet.

Red

Freitag, Februar 12th, 2010

Regie: Trygve Allister Diesen, Lucky McKee

Darsteller: Brian Cox, Noel Fisher, Tom Sizemore, Kyle Gallner, Shiloh Fernandez, Marcia Bennett

Story:

Ludlow ist Witwer und hat nur noch seinen 14 Jahre alten Hund Red. Eines Tages fahren die Beiden zum Angeln und während die Zwei friedlich am See sitzen, kommen drei Teenager vorbei. Diese tragen eine Schrotflinte mit sich rum und ohne ersichtlichen Grund erschiessen sie den alten Red.

Ludlow will Gerechtigekeit für seinen Hund, aber die Aussicht auf Gerechtigkeit wird immer  kleiner und so sinnt Lodlow nach Rache für seinen Hund Red.

Kommentar:

Freunde der Literatur dürfte die Geschichte schon bekannt sein, denn hierbei handelt es sich um die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Jack Ketchum. Dies ist somit nach The Girl Next Door eine weitere Verfilmung eines Ketchum Romans. Beide Romane und auch der Film zu Girl wurden von mir schon vorgestellt, daher soll an dieser Stelle nicht weiter drauf eingegangen werden.

Obwohl ich mir dann doch nicht den Vergleich zwischen Buch und Film nehmen lassen will. Man sollte solche Vergleiche eigentlich gar nicht ziehen, aber vielleicht wird es anderen auch auffallen. Wenn man das Buch kennt, wirkt der Film irgendwie unfertig oder das Drehbuch nicht ganz durchtdacht. Das Grundgerüst ist da und der Film ist ähnlich intensiv wie das Buch, aber um den Film besser verstehen zu können, musste ich gedanklich viel auf das Buch zurückgreifen, denn dort ist es von der Erzählung her  nachvollziehbarer. Schade, dass dies verbockt wurde – vorallem weil Ketchum selbst das Drehbuch lieferte. Er selbst hätte sich
mehr an seine eigene Vorlage halten sollen und die Regisseure hätten auch mit drauf achten können, denn dann wäre der Film wohl noch besser gewurden als er sowieso schon ist.

Zum Film selbst – viele sprechen immer nur von Thriller, was er auch ist, aber nur bis zu einem gewissen Grad. Meiner Auffassung nach handelt es sich hier viel mehr um ein Drama. Im Mittelpunkt steht Ludlow, gespielt von Brian Cox, der alles verloren hat – seine Frau, seine Söhne und nun auch seinen Hund für den er Gerechtigkeit fordert, die ihm aber einfach nicht vergönnt sein soll, denn sein Gegenspieler McCormack, gespielt von Tom Sizemore, tut alles um seine Söhne zu schützen. Besonders Hundebesitzer bzw. -liebhaber dürften bei Ludlow mitfühlen und mitfiebern. Weil ist es einfach schrecklich was dem armen Hund dort angetan wird und perverse Tierquäler gibt es leider immer wieder.

Das alles erzeugt dann auch eine grundtief traurige Atmosphäre im Film. Man hofft dennoch die ganze Zeit mit, dass doch irgendwie alles gut wird, aber dann kommt auch schon das nächste Ereignis, welches zu Ungunsten von Ludlow ausfällt. Man leidet doch schon mit und dies ist auch zu großen Teilen dem Schauspiel von Cox zu verdanken. Man nimmt ihn die Rolle ab – man sieht den Schmerz und die Trauer um seinen Hund in den Augen von Ludlow und später auch die Wut und den Hass auf die McCormack Sippschaft.

Zu erwähnen wäre auch noch der Auftritt von Robert Englund als Vater von einem der drei Teenager. Zwar hat er hier nur eine kleine
Nebenrolle, aber sein Auftreten ist wie immer großartig.

Bleibt nur noch zu sagen, dass dieser Film für Ketchum-Anhänger ein Muss ist und die Anderen sollten sich auch ruhig mal auf den Film einlassen. Wie aber schon gesagt, ist dieser Film eher ein Drama mit leichten Thrillereinschlag was sich auf Ketchum zurückschieben lässt, denn wo Ketchum drauf steht, ist meistens rohe Gewalt drin. Gewaltig geht es hier auch zu, aber erst zum Ende überwiegend und selbst dort sollte man auf keine Effekthascherei hoffen. Denn ein alter Mann und sein getreuer Freund der Hund stehen im Mittelpunkt.

Sadisticum

Mittwoch, April 8th, 2009

Regie: Sebastian Radtke

Darsteller: Christian Wewerka, Thomas Harbort, Katie Pfleghar, Dominik Bliefert, Christina Gatterer

Story:

Ein junger Mann im Alter von 17 Jahren entdeckt seine Lust durch das Verletzen und Töten von Menschen. Sein erstes Opfer ist eine Schulkollegin. Er missbraucht sie und anschließend ermordet er sie.

Es vergehen über 30 Jahre in denen er seine Triebe unter Kontrolle hat, aber dann wird ein Raubüberfall an ihm verübt und der Trieb und die Lust zum Töten sind wieder da. Es geht ihm aber nicht nur ums Töten, sondern er möchte dies auch mit anderen Gleichgesinnten teilen und auch dafür bewundert werden.

Somit gründet er das “Folterseminar” indem gezeigt wird wie man effektiv folter, ohne das der Proband dabei zu schnell wegstirbt.

Kommentar:

Ich habe lange auf diesen Film gewartet und ihn von der ersten Information an verfolgt und nun war es endlich soweit – MUP brachte diesen Film auf DVD raus und endlich konnte ich ihn mir ansehen.

Auch wenn mir der Inhalt des Film durch die Informationen, die man vorher schon auf der offizielle Website finden kann, bekannt war, war ich dennoch sehr gespannt was mich in den nächsten 57 Minuten erwarten wird.

Oberflächlich betrachtet könnte man meinen, dass man hier mit auf die Torture-Porn-Welle mit aufspringen wollte, die Filme wie Hostel ausgelöst hatte. Aber ich wurde durch etwas viel Groteskeres überrascht.

Man taucht in die erschreckende Psyche dieses Mannes ein und man wird in eine Welt geführt wo Schmerz und Pein erst der Anfang sind. Daher vergesst Hostel und all die Ableger bzw. Kopien. Sadisticum geht viel intelligenter und geschickter – und somit auch umso erschreckender – an die Sache ran. Von Anfang an herrscht eine kalte und sterile Atmosphäre, die sich über den Film aufrecht erhalten kann und somit auch der Spannung zu gute kommt. Genauso etwas vermisse ich auch in vielen aktuellen Horrorfilmen, aber traurigerweise zählt bei denen nur noch die Härte und welcher Film denn nun ein neues Tabu bricht.

Sadisticum enthält zwar auch erschreckende Szenen, aber hier ist die Gewalt nicht selbstzweckhaft oder gar verherrlichend. Bei der wirklich grausamen Folter leidet man selbst nur als Zuschauer mit. Angedeutet sei hier nur mal die Fingernagel- bis Fingeramputation – und dies ist grade mal der Anfang. So was lässt selbst einen Gorehound wie ich es einer bin nicht kalt. Sollte dem doch so sein sollte man sich ernsthaft mal Gedanken machen.

Weiterhin erschreckend ist die Vorstellung von so einem “Folterseminar”. So abwegig ist dies nicht einmal. Gefoltert wurde schon immer. Das lehrt uns sogar die Geschichte. Aber das ist nur die eine Seite, denn ein Seminar wird doch immer von lernwilligen Zuschauern besucht und steckt nicht in jeden von uns diese perverse triebhafte Neugierde? Nehmen wir mal die ach so seriösen Nachrichten. Hier wird gezeigt wie sich Menschen bestialisch abschlachten und mit Interesse wird das verfolgt. Wir leben in einer kranken Welt und irgendwo wird es auch solche oder ähnliche Folterseminare geben und das, meine Damen und Herren, ist der wirkliche Horror.

Soviel erstmal dazu. Dann möchte ich noch ein paar Worte zu Sebastian Radtke verlieren. Bisher hatte ich nur die Gelegenheit seine Laufbahn ab der zweiten Hälfte (Wenn es Nacht wird) zu verfolgen, aber mit Freude konnte ich auch wieder bei diesem Film feststellen, dass er sich kontinuierlich zum Positiven weiterentwickelt hat. Manche Filmemacher fallen zurück und drehen nur noch Mist oder halten sich überall ihre Filme auf einem gleichen Niveau – wie gut oder schlecht dies auch sein mag, bleibt mal dahin gestellt. Radtkes Entwicklung ist wirklich zu loben und mit Sadisticum hat er endlich den Amateurbereich verlassen. Aber ich denke, dass er sein volles maß noch nicht ausgeschöpft hat und dies dürfte uns noch einige interessante Werke von ihm versprechen.

Es sind aber nicht nur die Leute hinter der Kamera zu loben, sondern auch die, die vor der Kamera zu tun hatten. Besonders erwähnt sei hier Christian Wewerka, welcher den sadistischen Triebtäter mimt. Das er einiges an Erfahrung schon sammeln konnte, spiegelt sich in seiner Filmographie wieder, aber ich muss ehrlich sagen ich kenne ihn nur aus diesem Film hier, aber hier konnte er mich auch vollends überzeugen. Die Anderen stehen ihm ein wenig nach, aber da es sich dort doch um mehr kleinere Rollen handelt, fällt dies nicht negativ ins Gewicht.

Da es auch auf dem DVD-Cover steht, ist es wohl erwähnungswürdig. Es gibt einen Special Guest und zwar nach dem Wortlaut des Covers “Underground Kultrapper Taktloss”. Es ist nicht meine Musikrichtung und würde nicht so drauf hingewiesen, wäre mir dies gar nicht aufgefallen. Ich hab wirklich keine Ahnung davon, aber vielleicht ist die Information für den ein oder anderen von Interesse.

Dann muss ich doch noch einmal hinter die Kamera gehen, denn die SFX-Abteilung hat ganze Arbeit geleistet. Im Film gibt es schöne handgemachte SFX. Grafisch sind die erschreckend, aber wenn man das ausblendet, sind die handwerklich super gemacht.

So viel von mir zu Sadisticum. Lange und mit viel Vorfreude habe ich diesen Film erwartet und ich wurde nicht enttäuscht. Meine Erwartungen wurden sogar übertroffen und bis jetzt ist es noch ein Geheimtipp also lasst ihn euch nicht entgehen.

Blade – Die Jagd geht weiter

Dienstag, April 7th, 2009

Regie: Peter O’Fallon, Michael Robison, John Fawcett

Darsteller: Sticky Fingaz, Jill Wagner, Neil Jackson, Jessica Gower, Nelson Lee, Larry Poindexter, P. Lynn Johnson

Story:

Blade – Die Jagd geht weiter erzählt zusätzliche Handlungsstränge zu den Filmen und spinnt entweder etwas weiter oder ergänzt einiges.

Die erste Staffel umfasst 13 Episoden und da ich nicht jede einzeln wiedergeben möchte, werde ich euch nur kurz etwas zur Rahmenhandlung sagen.

Wie immer kämpft Blade gegen Vampire und dieses mal steht er Van Sciver und dem Hause Chthon gegenüber. Unterstützung dabei bekommt er von Krista Starr eine Ex-Soldatin, deren Bruder von Van Sciver umgebracht wurde.

Krista widerfährt recht schnell das Schicksal selbst zum Vampir zu werden – gewandelt von Van Sciver. Aber selbst das hält sie nicht auf mit Blade zusammen zu arbeiten und Van Sciver zu manipulieren oder zu hintergehen.

Kommentar:

Ich muss ehrlich sagen, dass es mir nicht leicht gefallen ist, die Rahmenhandlung zusammen zu fassen. Ich will eben nicht jede  Episode wiedergeben oder vielleicht sogar schon zu viel verraten. Das ist immer so ein kleines Dilemma, aber ich denke mal für diese Review wird es reichen.

Was bei dieser Serie zu erst auffällt, ist das Wesley Snipes hier nicht den Blade verkörpert. Allerdings überrascht das nicht allzu sehr, denn man merkte schon bei Blade III das Snipes keine Lust mehr hat. Und nun darf man sich mit Sticky Fingaz genügen.

Anfangs war es schon seltsam einen Anderen in der Rolle des Blade zu sehen und dies stößt auch erst einmal negativ auf, aber man hat sich recht schnell an den “neuen” Blade gewöhnt. Das sollte sich zumindest ab der zweiten oder dritten Episode einstellen, wenn nicht dann wird man es wohl wirklich nicht überwinden können. Schaut man aber dann die Serie dennoch weiter, wird man recht schnell merken, dass zwischen den beiden Figuren keine großen Unterschiede sind. Beide haben diese platten Sprüche drauf, versprühen aber dennoch eine Coolness ohne  überwiegend arrogant dabei zu wirken.

Auf der schauspielerischen Ebene kann Fingaz auch überzeugen. Zwar kein übermäßiges Talent, aber dies wird hier auch nicht verlangt. Viel interessanter bei den Darstellern ist Jill Wagner, welche die Krista Starr spielt. Schauspielerisch ist sie hier wohl auch nicht in Hochform, denn ich denke sie kann es noch besser – vorallem ihr Spiel mit der Mimik. Und verdammt sie ist ein heißes Weib. Das nehmen wir einfach mal wertfrei hin, aber einige Schauwerte… ohh hallo!

Die anderen Darsteller sind eher unauffällig, so auch die anderen Hauptrollen. Im Gesamtüberblick kann man aber durchaus von guten darstellerischen Leistungen sprechen.

Wenn etwas sich um Vampire dreht, geht es auch immer ums Blut, welches mit zu den SFX führt. Auch wenn es keinen derben Splatter in der Serie gibt, gibt es dennoch einige nette und auch handgemachte SFX. Die Filme bieten da zwar mehr, aber der kleine Gorehound in einem kommt auf seine Kosten. Manche haben mich auch überrascht, weil ich mit solchen nicht in einer TV-Serie gerechnet hätte.

Aber die blutigen SFX sind nicht alles – die computer-animierten lasse ich einfach mal außen vor, denn das “Zerfallen” der Vampire ist aus den Filmen bekannt und meinens Erachtens nicht so erwähnenswert. Was auch wichtig ist, ist die Spannung und da hält die Serie durchgehend ein gutes Level. Zwar gibt es Episoden wo mal und mal weniger vorhanden ist, aber es gibt einen guten Ausgleich. Ich kann nicht sagen, dass an irgendeiner Stelle Langweile aufgekommen wäre.

Mehr hab ich dann auch nicht mehr zu dieser Serie zu sagen. Anfangs war ich zwar auch skeptisch, aber wenn man den Snipes-Ersatz überwunden hat, bietet Blade – Die Jagd geht weiter gute Unterhaltung und ist eine nette Ergänzung zu den Filmen.

Blood Ties

Montag, Januar 5th, 2009

Regie: James Dunnison, James Head (…)

Darsteller: Christina Cox, Kyle Schmid, Dylan Neal, Gina Holden, Keith Dallas

Review:

Ich werde bei dieser Serie nicht auf alle 22 Episoden einzel eingehen, sondern wie auch schon bei meinen anderen Serienreviews nur auf die Rahmenhandlung.

Vicki Nelson arbeitete als Polizistin, aber aufgrund einer Krankheit musst sie ihren Job aufgeben und fing neu als Privatdetektivin an. So jagt sie erstmal Betrüger, aber bald wird sich ihre Arbeitsweise ändern, denn sie trifft auf den Vampir Henry.

Durch dieses Zusammentreffen eröffnet sich für Vicki eine Welt der Mythen, Monster und Legenden. Statt irgendwelche Betrüger noch zu jagen, jagt sie nun zusammen mit Henry Zombies, Mumien, Skinwalkers, … hinterher und dabei bekommen sie auch noch Unterstützung von Vickis Ex-Partner Mike und ihrer Sekretärin Coreen.

So viel erst mal zur Rahmenhandlung. Ich habe mir auch eben die letzte Episode angesehen und diese war verdammt gut. Ich hätte nicht gedacht, dass sich die Serie mal so entwickeln wird.

Denn der Einstieg (Pilotfolge) war eher nicht so berauschend. Sie war nicht direkt langweilig, aber zum Anfüttern der Zuschauer hätte man hier ruhig mehr bieten können bzw. müssen. Hinzu kommt auch noch, dass mir die Hauptcharaktere anfangs etwas unsympathisch waren. Sie wurden etwas plump eingeführt und das wusste mir erstmal nicht zu gefallen, aber dann im Laufe der Serie hat sich das immer besser entwickelt. Sie wurden zugänglicher – außer der Cop Mike, der kam mir lange nicht ganz richtig vor und die etwas späte Wendung von ihm konnte bei mir dann auch nicht mehr viel retten.

Was mir auch etwas seltsam erschien, war das das Übernatürliche viel zu einfach hingenommen wurde. Gut es ist eine Serie und man muss auch die Handlung voran treiben, aber all diese Wesen wurden einfach akzeptiert als ob es das normalste auf der Welt ist. Hinzu kommt auch noch, dass mir Coreen etwas zu klischeehaft dargestellt wurde. Sie ist ein Goth-Chick mit sehr interessansten Frisuren manchmal und sie war mir auch immer zu schnell informiert über das Wesen, welches in der jeweiligen Episode thematisiert und wenn sie das mal nicht war, hatte sie immer das passende Buch zur Hand.

Aber nun gut dafür gab es viel Abwechselung bei den “Monstern”. Man hat so gut wie nichts ausgelassen, denn es kommen Zombies, Mumien, Internetgeister, Skinwalkers, Dämonen, … vor. Das hat mir ganz gut gefallen, aber dennoch sollte man hier mehr eine Horrorthriller-Serie erwarten. Ich meine sogar, dass der Thrilleranteil überwiegt. Weil wirklich horror-artig wird es erst in den letzten 5 – 10 Minuten. Vorher wird der Horror zwar immer wieder mal kurz aufgegriffen, aber durch die Nachforschungen, Untersuchungen, Aufspüren fühlt man sich mehr wie bei einem Thriller (Thriller ist auch die neumodische Bezeichung für Krimi). Dennoch leidet die Spannung und die Atmosphäre nicht drunter. Es ist interessant wie sich aufs Ende hin gearbeitet wird und die Abwechselung bei den Monstern kann dort auch entschädigen.

Auch wenn eine Hauptrolle durch einen Vampir besetzt ist, sollte man hier keine (typische) Vampirserie erwarten. Dafür mangelt es an Sex und Blut. Es sind zwar immer ein paar knisternde Spannungen zwischen Vicki und Henry oder auch Mike. Vorallem in der ersten Hälfte der Serie. Ich denke mal hier wollte man die weiblichen Zuschauer gewinnen und Henry dürfte für die Frauen auch ein paar Schauwerte bieten. An Blut mangelt es eben auch – hier und da fließt es mal, aber wer derbste Splatterszenen erwartet, ist falsch. Es gibt es paar gute SFX und vorallem in der letzten Episode mit dem Exorzismus und dem “verlorenen Herzen” von Coreen. Das hat mir richtig gut gefallen, aber auf das Serienfinale komme ich zum Schluß noch mal drauf zu sprechen.

Erstmal noch einen kleinen Kommentar zu den Darstellern. Jetzt mal von den Sympathie-Startschwierigkeiten abgesehen, machen sie ihren Job hier wirklich gut. Es gibt fast die ganze Bandbreite an Emotionen, keiner fällt negativ durch Unvermögen auf und auch Danny Trejo bekannt aus Klassikern wie From Dusk Till Dawn oder Machete (Faketrailer zum Grindhouse-Projekt).

Zu erwähnen wäre auch noch, dass Blood Ties auf den Büchern von Tanya Huff basiert und sie hat auch am Drehbuch der Serie mitgeschrieben. Leider gibt es Blood Ties in Deutschland noch nicht auf DVD, aber man hat die Möglichkeit sich die Serie auf RTL2 anzuschauen. Dort läuft sie jeden Sonntag kurz nach 22 Uhr. Und wenn ich das richtig sehe, sind sie mit den Ausstrahlungen gerade bei der Hälfte und jetzt kommen noch wirklich gute Folgen. Die Skinwalker kommen jetzt noch und die Folge mit der Insektendroge. Wer mag sollte hier ruhig schon mal reinschalten.

Ich werde mich dann langsam mal dem Ende nähern, aber noch etwas zur letzten Episode.

Verdammt war die gut! Hier gab es fast durchgängig Horror, richtig gute Spannung und wären die anderen Episoden auch mehr so ausgefallen, hätte man hier eine richtig gute Horrorserie gehabt. So aber eben nur mehr Horrorthriller, aber das ist auch nicht schlecht. Und ich will jetzt auch, dass es hier weitergeht. Ich habe wirklichen Gefallen an dieser Serie gefunden – auch wenn sie ihre Schwächen hat, wird man hier bestens unterhalten und das ist mit das Wichtigste was zählt.