Regie: Andreas Eisele
Darsteller: Ellen Koch, Nathalie J. Sameli, Raoul Schaupp, Michael Valentin, Heiko Schulz, Frank Hilsamer
Review:
Bevor ich mit der Review beginnen kann, muss ich erstmal das dämliche Grinsen aus meinem Gesicht bekommen. Hach ist das ein toller Film…
Beginnen wollen wir mit einem Zitat aus dem Anfang vom Film:
“Zum ersten Mal sollte das militärische Potential einer lange unterschätzten Gruppe voll genutzt werden. Tödlicher, hinterlistiger und gemeiner als der durchschnittliche Mann… Frau.”
Welch wahre Worte mit denen Amazon Force eingeleitet wird. Denn die AF sind eine streng geheime Spezialeinheit des US-Militärs und immer dort wo ein Mann versagt, werden die AF eingesetzt.
Wie im Fall von “Dr. Dick” auf den Natasha und Vivian angesetzt wurden. Dr. Dick, ständig umgeben von seiner Armee von Muskelmännern, ist auf der Suche nach einer Mumie, die auf der kleinen beschaulichen Insel Ling Lang vergraben sein soll. Eine Ausgrabung einer Mumie ist an sich nichts Besonderes mehr, aber diese Mumie ist speziell, denn wer über sie Macht ausübt, bringt den Tod und das Chaos über die Welt.
Werden die Amazon Force es schaffen Dr. Dick aufzuhalten?
Das mag abgedreht und trashig klingen – gut ist es auch, aber dieser Film hat einen verdammt hohen Unterhaltungs- und Spaßfaktor. Da ist es fast schon bedauerlich, dass der ganze Spaß nach knapp 49 Minuten auch schon wieder vorbei ist.
Wie setzen sich aber nun diese Faktoren zusammen? Der Spaß überwiegt hier bald schon, denn man(n) kann sich an Girls, Guns & Blood erfreuen – es ist doch immer wieder ein schönes Bild: ein leicht bekleidetes blutbespritzes Mädchen. Denkt was ihr wollt, nennt mich pervers, aber ich steh drauf. Die beiden Amazonen sind aber auch putzig… und dann noch eine ordentlich Protion Action – so leicht kann man uns Männer auch schon zu frieden stellen. Demnach lässt es sich der Film auch nicht nehmen mit einigen Klischees zu spielen. Wir Männer bringen nie was richtig zu Ende, Frauen sind multitaskingfähig, Männer sind auf ihr Fortpflanzungsorgan fixiert (ratet mal wo der Name “Dr. Dick” herkommt), Frau kann natürlich auch gut backen und so werden mal Rezepte ausgetauscht, Mann… man findet noch mehr im Film und es ist zu viel hier alles aufzuzählen und ihr sollt beim Schauen des Films auch noch selbst etwas zu entdecken haben.
Beim Spaß dürfen dann auch keine platten Witze fehlen, denn wie weckt man am besten jemanden auf?
Richtig man nehme einen Eimer mit Wasser und schütte diesen über den Kopf des zu Erwckenden aus. Nur leider will das im Fall der Mumie nicht klappen. Nein sowas aber auch! Was will man aber schon von einer Armee aus Klon-Muskelmännern erwarten, wenn die Genmixtur aus Schaf, Bär und Mensch besteht!? (Sollte mich hier meine Erinnerung täusch, verzeiht mir das, aber beim Schaf und Mensch bin ich mir sicher.) Auf diese Art hat Andreas Eisele auch das “Besetzungsproblem” gut gelöst. So kann die eine Person immer und immer wieder umgebracht werden und als Zuschauer muss man sich nicht wundern wieso die selbe Person schon bald wieder auftaucht und aufs Neue abtreten darf. Hier würde es sich auch fast schon lohnen ein Trinkspiel draus zu machen – jedes Mal wenn der Blonde ums Leben kommt, wird getrunken. Am Ende des Films dürfte es dann noch sehr heiter zu gehen. *g*
Neben den Klonen sollen auch die Anderen nicht unerwähnt bleiben. Ellen Koch und Nathalie J. Sameli sind eben die Amazonen und zum Glück handelt es sich hier um eine deutsche Independent, denn so nahm man Mädels “von neben an”. Junge, hübsche und natürliche Frauen und nicht diese aufgeblasenen und aufgespritzen Hollywood-Pussies. Ich danke für.
Dr. Dick wird gespielt von Raoul Schaupp – er als Oberbösewicht lässt hier die coole Sau raushängen. Mit ihm hat man die Rolle gut besetzt. Die fleißigen Leser meiner Reviews sollten ihn auch noch von Krankheit Mensch kennen. Wer sich dann die Review zu KM noch mal ins Gedächtnis holt, dürfte sich auch an Michael Valentin erinnern. Er ist hier auch dabei – zwar nur in einer kleinen Nebenrolle. Die Independentfilmszene ist doch ein kleiner verschworener Haufen.
Bei Independentfilmen findet man auch oft große Sauereien und derbe SFX. In diesem Sektor ist hier weniger los, denn handelt es sich mal nicht um einen Horrorfilm, sondern um einen Actionfilm. In denen geht es zwar hin und wieder auch gut zur Sache, aber diese Filme neigen dann schnell lächerlich zu werden. Hier zum Glück nicht. Hier wird zwar auch rumgeballert und das nicht gerade wenig, aber zum Glück ist es hier nicht so bekloppt wie in den großen Actionern. Wenn hier dann mal die Amazonen loslegen, fließt auch der rote Lebenssaft – wie aber schon gesagt, sollte man hier nicht viel Splatter/Goregedöns erwarten. Wer das haben will, sollte dann lieber zur MUP-VÖ Knochenwald greifen.
Was mir jetzt noch wichtig zu erwähnen wäre, ist das es etwas ganze Fieses im Film eingebaut wurde. Und zwar im letzten Drittel vom Film.
Da gab es doch einen ganz bösen Cliffhanger und beim ersten Mal ansehen, war ich schon am fluchen und verteufeln, dass es das noch nicht gewesen sein kann und dann leuchtet auch noch freudig die Aufschrift “Fortsetzung folgt” auf und der Abspann beginnt…
… aber dann kam zum Glück aus dem Off eine Stimme, die da verkunden ließ, dass kein Geld mehr für einen zweiten Teil da wäre, das man den Abspann lieber zurückspulen sollte und noch schnell ein Ende dransetzt. An diesem Punkt war die Welt wieder in Ordnung und der Spaß konnte weitergehen.
Auch wenn der Film dort noch nicht zu Ende war, nähere ich mich dem Ende der Review in der Hoffnung, dass es trotzdem irgendwann mal eine Fortsetzung geben wird.
Andreas es liegt in deiner Hand…