Archive for the ‘Fantasy’ Category

ERDORA – Kapitel 1 Der Todeskreis

Donnerstag, April 22nd, 2010

Regie: Philip Polcar

Darsteller: Moritz Gabriel, Stephan Arensmeier-Riva, Alice von Lindenau, Jakob Schulz, Michael Palm

Review:

Das es sich bei (deutschen) Independentfilmen nicht immer um Horrorfilmchemit viel Splatter handeln muss, zeigt der aktuelle Film von Philip Polcar. Mit ERDORA Kapitel 1 – Der Todeskreis schuff er einen kleinen Fantasyfilm, dem dennoch große Beachtung geschenkt werden sollte. Denn im Prinzip ist alles da was man für einen Fantasyfilm braucht – Diebe, Zauberer, Waldläufer, Adelsherren, die sich untereinander nicht ganz freundlich gesinnt sind, dann noch das ein oder andere Ungeheuer und natürlich ein anstehendes Abenteuer.

Eben dieses Abenteuer sollen die beiden Diebe Paconius und Julia bestreiten. Im Auftrag des Königs begleiten die Beiden den Zauberer Krylon und den Waldläufer Jan um nach dem Seevolk Lakadern zu gelangen. Aber ihre Reise birgt viele Gefahren und dabei ist ein Drache noch das kleinere Übel. Sie laufen direkt in die Falle bzw. den Todeskreis eines Necromanten und dieser hetzt erstmal seine Untotenhorde auf die Abenteuerer.

Man könnte die Untoten auch Zombies nennen,aber dann könnte man in den Irrglauben geraten, dass man ein ordentliches Splattergemetzel erleben darf. Ein wenig gesplattert wird zwar mit den Untoten, aber sonst hält sich der Film mit sehr blutigen Tatsachen zurück. Schade hierbei ist es, dass die SFX im Computer entstanden sind. Handgemachte wäre dann doch schöner gewesen. Ebenso entstand der Drache im Computer – auch nicht so eine schöne Sache, aber dennoch sehr annehmbar für eine Independentproduktion. Es hätte weitaus schlimmer kommen können – mancher Independentfilmer baut auch gerne mal CGI mit ein, aber das Ganze fügt dem Film eher einen Trashfaktor bei.

Von Trash ist man bei ERDORA aber weit enternt. Wenn man Polcar seine Filme kennt, kann man eine klare Entwicklung zum Besseren erkennen. Everlasting Hate ist schon kein schlechter Film, aber ERDORA ist da schon ein Stückchen besser und selbst Suffer and Die setzt da noch einen drauf. (Die Review zu Suffer and Die folgt zu einem späteren Zeitpunkt.) Kann man sich nur wünschen, dass diese Entwicklung weitergeht und das Polcar bald mehr finanzielle Mittel zur Verfügung stehen und seine Filme noch besser werden. Er sollte dabei nur nicht die Liebe zum Filmemachen verliert und solche Filme machen wie man sie aus dem seelenlosen Mainstream kennt.

Ein Regisseur allein macht noch keinen guten Film aus, denn ein Teil liegt auch bei den Darstellern. Und diese konnten hier mal wirklich überzeugen. Besonders Alice von Lindenau, welche die Diebin Julia spielt. Ihre Darstellung wirkt natürlich und gelassen und man hatte wohl auch offensichtlich Spaß beim Dreh.

Ich bin auch schon gespannt wie es mit ERDORA weitergehen soll, denn es handelt sich um eine Trilogie. Über Kapitel 2 ist bisher nichts bekannt, also darf man gespannt sein…

Tränen einer Rose

Mittwoch, Oktober 15th, 2008

Regie: Sebastian Radtke

Darsteller: Ardor vom Venushügel, Tanja Lindenau, Steffen der Lautenschläger, Mario die Zunge

Story:

Vernehmt die Sage,
aus alter Zeit.
Als des Schwertes Wucht,
all jene Träume zerschlug.
Trümmer der Trauer.
Als die Hoffnung einer
alten Liebe im Blut ertrank…

Kommentar:

Als Inhalt habe ich jetzt einfach mal die ersten Worte genommen, die man in diesem 12-minütigen Kurzfilm zu hören bekommt. Sie geben auch ganz gut in den Inhalt wieder und sind schön poetisch verpackt.

Tränen einer Rose ist ein weiterer Kurzfilm von Sebastian Radtke, welcher 2005 hier in Deutschland entstand. Radtke dürfte den Meisten durch den Film Psychotica bekannt sein. Bald sollte auch sein neuer Film Sadisticum erscheinen – die Post-Produktion ist immerhin schon mal beendet.

Auch wenn der Film inhaltlich eher einfach ist, hält er gegen Ende eine sehr interessante Wendung bereit und kann trotz der Laufzeit von knapp 12 Minuten bestens unterhalten. Das hier ist ein kleiner sehr unterhaltsamer Fantasy-Film und so hebt er sich auch schon mal von den sonstigen deutschen Amateur/Independent-Filmen ab. Hier geht es mal nicht darum eine riesige Sauerei anzustellen und mit Innereien rumzuspielen. Hier geht es mal um die Liebe zwischen zwei Menschen.

Interessanter Weise ist bei den Darstellern zu erwähnen, dass die Herren hier von der Mittelalter-Band Cornix Maledictum sind. Daher auch die mehr oder weniger wunderlichen Namen. Ich denke auch mal, dass sie sich hier kostüm-technisch nicht viel verkleiden mussten, denn laufen sie bei ihren Auftritten in ähnlicher Kluft rum. Von den darstellerischen Leistungen her wird nicht viel abverlangt, aber ich möchte mal sagen, dass die Leistungen durchaus gut sind. Der Schwertkampf wirkt zwar etwas unbeholfen, aber da will ich mal ein Auge zu drücken.

Handwerklich und technisch ist auch alles gut gelungen. Man merkt doch schon, das Radtke kein Anfänger mehr ist und ich denke mal in Zukunft werden noch weitere interessante Projekte von ihm kommen.

Tränen einer Rose hat mich bestens unterhalten und es sollte wirklich mehr solcher Fantasy-Filme im Amateur/Independent-Bereich geben.

ALIAS – Die Agentin 4. Staffel

Sonntag, September 21st, 2008

Story:

Auch hier gibt es wieder 22 Folgen, aber ich werde nur kurz die Rahmenhandlung wiedergeben.

Sydney Bristow baut bei einem Einsatz in Shanghai Mist und muss sich deswegen vor der CIA verantworten. Dies tut sie auch und das Ergebnis davon ist, dass sie ihren Job bei der CIA aufgibt.

Schnell bekommt sie ein neues Angebot und zwar von der A.P.O. – einer geheimen Unterabteilung, die Aufträge ausführt, die die CIA nicht ohne weiteres selber durchführen kann.

Kommentar:

Ich hatte mich über den Inhalt der 4. Staffel nicht informiert und als Sydney gleich in der ersten Folge bei der CIA aufhörte dachte ich was ist das denn für ein Scheiß. Zum Glück hat sich das schnell aufgeklärt, aber dafür gab es dann doch zu Anfang noch ein paar kleine Überraschungen…

Im Prinzip könnte ich hier auch wieder Ähnliches schreiben wie schon bei den voran gegangenen Staffeln. Jennifer ist wie immer toll, es gibt abwechslunsgreiche Aufträge, viel Spannung und Rätselraten.

Hier gibt es aber eine Sache, die mir nicht gefällt. Und zwar ist es das neue Intro oder wie ich es nenne das “Porno-Intro”, denn dieses Rumgestöhne ist ja schon bald widerlich. Es ist zwar schön Sydney in ihren unterschiedlichen Aufzügen zu sehen, aber das alte, wenn auch sehr techno-artige Intro hat mir sehr viel besser gefallen. Warum mussten sie es jetzt bei der 4. Staffel ändern? Ich für meinen Teil wünsche mir das Alte zurück.

Und noch etwas hat sich geändert. Die 4. Staffel ist wohl die Blutigste. In den anderen floß zwar auch Blut, aber nicht so viel wie hier. Zwar kein abgedrehter Splatter, aber den roten Lebenssaft bekommt man doch recht häufig zu sehen.

Was aber auch toll an dieser Staffel ist, dass man Sydneys Schwester Nadia mit eingebunden hat und sie so nicht nur Mittel zum Zweck gegen Ende der 3. Staffel war. Aber was haben sie denn hier mit Arvin Sloane gemacht? Wollte man ihn etwa menschlicher darstellen? Tztztz… er ist ein Monster! Das war er schon immer und das wird er auch immer bleiben.

Mir kam es auch so vor, dass Rambaldi hier wieder etwas in den Hintergrund gerückt wurde. Er ist zwar immer irgendwie da, aber in der 3. Staffel hatte man mehr von ihm.

Jetzt habe ich nur noch eine Staffel vor mir… die Letzte… die 5. Staffel. Sie soll endgültig sein. Ich habe da schon meine Theorien, aber ich lasse mich gerne von ihr überraschen.

Und eins noch. ALIAS ist die einzige Serie bei der ich regelmäßige Gänsehautschübe bekomme. Das hat bisher noch keine (Mystery)Serie geschafft – einfach nur genial!

ALIAS – Die Agentin 3. Staffel

Mittwoch, August 20th, 2008

Story:

Wie schon bei Staffel 1 und 2 werde ich nicht auf die 22 Episoden einzeln eingehen, sondern ich gebe auch hier nur kurz die Rahmenhandlung wieder.

2 Jahre… 2 Jahre sind vergangen und man hielt Agentin Sydney Bristow für tot. Aber sie ist noch am Leben nur fehlen in ihrem Gedächtnis die Erinnerungen an die letzten 2 Jahre.

Sie kehrt zur CIA zurück und versucht heraus zu finden wo sie in den letzten 2 Jahren war und was sie in dieser Zeit getan hat. Dabei bekommt sie Hilfe von ihren Vater Jack Bristow, der wie immer etwas mehr weiß.

Kommentar:

Es ist doch gar nicht so einfach hier die Rahmenhandlung kurz zusammen zufassen, denn es gibt hier so viel zu erzählen, aber das sollte man dann doch lieber alles selber entdecken.

Ich glaube dieser Text hier wird sich dann auch ähnlich lesen wie schon z Staffel 1 und 2. Ich steh einfach auf diese Serie und ich kann sie mir immer wieder ansehen und sie wird nicht langweilig.

Die 3. Staffel ist auch meine persönliche Lieblingsstaffel. Es gibt 5 Staffeln, aber bisher kenne ich die Serie nur bis zur 4. Staffel. Mir graut es ein wenig vor der 5. Staffel, denn ich will nicht, dass es zu Ende geht. Ich steh hier voll auf die Geschichte, das Mystische, die Darsteller, die Action, die Aufträge, die Intrigien, … einfach rund um perfekt, wenn es um Unterhaltung geht!

Diese Staffel hier ist auch die Rambaldi-lastigste. Ging es in der 2. mehr um die Familie, kehrte man hier mehr zu Rambaldi zurück. Und hier gibt es auch wieder mehr Action als bei der Zweiten.

Und Jennifer Garner – – ich mag es ihr bei der Arbeit zu zusehen. Vorallem hier bei ALIAS. Die Rolle der Sydney Bristow ist die Beste, die sie bisher gespielt hat. Da hat man genau die richtige Frau gefunden. Nicht nur Optisch macht sie viel her, sondern auch von ihren Leistungen. Ganz wichtig ist auch noch, dass ihr Nachname in der Serie Bristow ist und nicht Pristow – manch tolle Kritiker schaffen es nicht mal ihren Namen richtig zu schreiben.

Ich kann diese Serie nur weiterempfehlen. Hier ist eigentlich alles da was den Serienfreund gefallen sollte: Charaktere mit Hintergrund, eine durchdachte Storyline, spannende Unterhaltung, manchmal böse Cliffhanger das man einfach weiterschauen muss und dann noch den Mystik-Faktor dazu. Was will man mehr?

ALIAS – Die Agentin 2. Staffel

Dienstag, August 14th, 2007

Regie: Ken Olin, (…)

Darsteller: Jennifer Garner, Victor Garber, Ron Rifkin, Michael Vartan, Kevin Weisman

Story:

Auch hier möchte ich nicht auf alle 22 Episoden einzeln eingehen, daher auch hier wieder nur eine kleine Zusammenfassung.

Doppelagnetin Sydney Bristow sieht sich vor der größten Herausforderung ihres Lebens: Ihre Mutter und Widersacherin, die sie seit langem tot glaubte, stellt sich der CIA.
So verändern sich die Beziehungen innerhalb der Familie dramatisch und auch Sydneys Freunde erscheinen in einem neuen Licht.
Sydneys Leben wird noch verwickelter und gefährlicher.

Kommentar:

An meiner Meinung zu dieser Serie hat sich nicht viel verändert; es freut mich viel mehr, dass die Geschichte weitergeht.
Und sie geht genau da weiter, wo sie endete. Also die ersten fünf Minuten der zweiten Staffel sind die letzten fünf Minuten der ersten Staffel.
Es hat sich nicht viel verändert, ausser das die Charaktere mehr Tiefe bekamen und somit noch sympathischer wirken. Was ich auch ganz klasse finde, dass der Charakter Marshall Flinkman mehr hervortrat aus der Menge, denn in der ersten Staffel wirkte er nur mehr wie eine lächerliche Nebenrolle. In dieser Staffel dürfte er auch endlich mal mit auf einen Einsatz und Sydney helfen. Ich sollte dazu sagen, dass Marshall der Computerfreak von SD-6 ist und auch für alle anderen technischen Spielereien, Ausrüstung usw. zuständig ist.
Rambaldi rutscht hier ein bisschen in den Hintergrund, aber die Suche nach seinen Artefakten ist allgegenwärtig. Rambaldi wird erst wieder gegen Ende der Staffel interessant. Hier lag der Schwerpunkt mehr auf die Beziehung zwischen Sydney und ihrer Mutter und die hat es in sich!

Da ich nichts verraten möchte, kann ich euch nur raten diese Serie sich mal an zu sehen und vielleicht auch mal die DVD-Boxen von ALIAS sich zulegen.

Fazit:

Immer noch das Selbe: Wer auf Agenten-Spionage-Filme/Serien steht und nichts gegen ein paar gefühlvolle Einlagen hat, der sollte sich unbedingt ALIAS ansehen.
Für alle anderen lohnt es sich auch weil es ist von der ersten bis zur letzten Minute spannend.