Archive for the ‘Drama’ Category

Red

Freitag, Februar 12th, 2010

Regie: Trygve Allister Diesen, Lucky McKee

Darsteller: Brian Cox, Noel Fisher, Tom Sizemore, Kyle Gallner, Shiloh Fernandez, Marcia Bennett

Story:

Ludlow ist Witwer und hat nur noch seinen 14 Jahre alten Hund Red. Eines Tages fahren die Beiden zum Angeln und während die Zwei friedlich am See sitzen, kommen drei Teenager vorbei. Diese tragen eine Schrotflinte mit sich rum und ohne ersichtlichen Grund erschiessen sie den alten Red.

Ludlow will Gerechtigekeit für seinen Hund, aber die Aussicht auf Gerechtigkeit wird immer  kleiner und so sinnt Lodlow nach Rache für seinen Hund Red.

Kommentar:

Freunde der Literatur dürfte die Geschichte schon bekannt sein, denn hierbei handelt es sich um die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Jack Ketchum. Dies ist somit nach The Girl Next Door eine weitere Verfilmung eines Ketchum Romans. Beide Romane und auch der Film zu Girl wurden von mir schon vorgestellt, daher soll an dieser Stelle nicht weiter drauf eingegangen werden.

Obwohl ich mir dann doch nicht den Vergleich zwischen Buch und Film nehmen lassen will. Man sollte solche Vergleiche eigentlich gar nicht ziehen, aber vielleicht wird es anderen auch auffallen. Wenn man das Buch kennt, wirkt der Film irgendwie unfertig oder das Drehbuch nicht ganz durchtdacht. Das Grundgerüst ist da und der Film ist ähnlich intensiv wie das Buch, aber um den Film besser verstehen zu können, musste ich gedanklich viel auf das Buch zurückgreifen, denn dort ist es von der Erzählung her  nachvollziehbarer. Schade, dass dies verbockt wurde – vorallem weil Ketchum selbst das Drehbuch lieferte. Er selbst hätte sich
mehr an seine eigene Vorlage halten sollen und die Regisseure hätten auch mit drauf achten können, denn dann wäre der Film wohl noch besser gewurden als er sowieso schon ist.

Zum Film selbst – viele sprechen immer nur von Thriller, was er auch ist, aber nur bis zu einem gewissen Grad. Meiner Auffassung nach handelt es sich hier viel mehr um ein Drama. Im Mittelpunkt steht Ludlow, gespielt von Brian Cox, der alles verloren hat – seine Frau, seine Söhne und nun auch seinen Hund für den er Gerechtigkeit fordert, die ihm aber einfach nicht vergönnt sein soll, denn sein Gegenspieler McCormack, gespielt von Tom Sizemore, tut alles um seine Söhne zu schützen. Besonders Hundebesitzer bzw. -liebhaber dürften bei Ludlow mitfühlen und mitfiebern. Weil ist es einfach schrecklich was dem armen Hund dort angetan wird und perverse Tierquäler gibt es leider immer wieder.

Das alles erzeugt dann auch eine grundtief traurige Atmosphäre im Film. Man hofft dennoch die ganze Zeit mit, dass doch irgendwie alles gut wird, aber dann kommt auch schon das nächste Ereignis, welches zu Ungunsten von Ludlow ausfällt. Man leidet doch schon mit und dies ist auch zu großen Teilen dem Schauspiel von Cox zu verdanken. Man nimmt ihn die Rolle ab – man sieht den Schmerz und die Trauer um seinen Hund in den Augen von Ludlow und später auch die Wut und den Hass auf die McCormack Sippschaft.

Zu erwähnen wäre auch noch der Auftritt von Robert Englund als Vater von einem der drei Teenager. Zwar hat er hier nur eine kleine
Nebenrolle, aber sein Auftreten ist wie immer großartig.

Bleibt nur noch zu sagen, dass dieser Film für Ketchum-Anhänger ein Muss ist und die Anderen sollten sich auch ruhig mal auf den Film einlassen. Wie aber schon gesagt, ist dieser Film eher ein Drama mit leichten Thrillereinschlag was sich auf Ketchum zurückschieben lässt, denn wo Ketchum drauf steht, ist meistens rohe Gewalt drin. Gewaltig geht es hier auch zu, aber erst zum Ende überwiegend und selbst dort sollte man auf keine Effekthascherei hoffen. Denn ein alter Mann und sein getreuer Freund der Hund stehen im Mittelpunkt.

Das Gespräch

Dienstag, Juli 14th, 2009

Regie: Volker Trachternach

Darsteller: Elischeba Wilde, Sandra Neyken, Marcel Koschanowski, Angy Müller

Story:

Eine junge Frau namens Anja hat es nicht leicht in ihrem Leben. Ihre Mutter starb bei ihrer Geburt und damit zerstörte sie auch das Leben ihres Vaters. Dies legte den Grundstein für ihre Selbstzweifel, die sie ein leben lang begleiten sollten.

Auch später als sie dann verheiratet ist, verliert ihr Mann seinen Job wegen ihr, er fängt an sie zu schlagen und betrügt sie dann auch noch mit einer anderen Frau. Trotz all dem liebt Anja ihren Mann immer noch und würde sogar die andere Frau dulden und so denkt sie über ein Gespräch nach, welches alles ändern soll.

Kommentar:

Das Gespräch ist ein etwa 8 minutiger Kurzfilm von Volker Trachternach und ich kann schon mal sagen, dass ich positiv überrascht bin von diesem Film.

Ohne jegliche Vorkenntnisse ging ich an diesen Film ran und dachte erst, dass es wieder so einer ist wo man sich seine Freunde und eine Kamera geschnappt hat und dann einfach loslegte und eine Riesensauerei anstellt. Aber dann kam es doch vollkommen anders.

Das Gespräch entpuppt sich viel mehr als ein Drama um eine Frau, die den Tag ihrer Geburt verflucht und sich im Lauf ihres Lebens immer mehr in ihre Opferrolle einfindet. Und da der Film fast nur ein innerer Monolog ist, bekommt man auch schnell einen Zugang zu ihr als Bezugsperson. Dieser innere Monolog wird nur zweimal durch Einzeiler unterbrochen, einmal von ihrem Vater und einmal von ihrem Ehemann, die sehr abweisender Natur sind und dadurch die Position von Anja noch stärken. Obwohl man hätte diese Einwürfe auch weglassen können und es mehr mit eindeutigen Gesten aufzeigen können.

Dies führt mich dann auch gleich zu den Darstellern. Hier machen alle Beteiligten ihren Job wirklich gut. Ich muss zwar dazu sagen, dass es hier nicht wirklich viel zu schauspielern gab, aber das Dargestellte wirkt normal. Es gibt kein Fratzenfasching und keiner zappelt wie bekloppt vor der Kamera rum. Dies ist immer die Gefahr bei Amateur- / Independentfilmen das es einer zu gut meint.

Weiterhin zu loben ist auch die Kameraarbeit. Das Bild ist nicht unscharf und auch nicht verwackelt. Technische Spielereien gibt es leider keine, aber dies trübt das Gesamtbild auch nicht. Hier hat dann Volker Trachternach auch ganze Arbeit geleistet.

Wie ich schon erwähnte gibt es hier keine große Sauerei, aber dafür eine ganz Kleine. Also wer es nur auf blutige SFX anlegt, wird mit diesem Film nicht glücklich. Auch schon deswegen nicht, weil die SFX sehr einfacher Natur sind. Man findet hier nur ein bisschen Kunstblut auf der Kleidung, dem Boden und ein Teil wird auch “ausgespuckt”. Das dann auch nur am Ende des Films – hier auch noch die Credits mit abwarten. Da bekommt man dann auch noch was vom Kunstblut zu sehen.

Um dann auch zum Ende meiner Review zu kommen, bleibt mir nur noch zu sagen, dass Das Gespräch ein guter Amateur- / Independentfilm von Darksun Productions ist und bestimmt auch anderen Freunden dieses Genres seine Freude bereiten wird.

ALIAS – Die Agentin 4. Staffel

Sonntag, September 21st, 2008

Story:

Auch hier gibt es wieder 22 Folgen, aber ich werde nur kurz die Rahmenhandlung wiedergeben.

Sydney Bristow baut bei einem Einsatz in Shanghai Mist und muss sich deswegen vor der CIA verantworten. Dies tut sie auch und das Ergebnis davon ist, dass sie ihren Job bei der CIA aufgibt.

Schnell bekommt sie ein neues Angebot und zwar von der A.P.O. – einer geheimen Unterabteilung, die Aufträge ausführt, die die CIA nicht ohne weiteres selber durchführen kann.

Kommentar:

Ich hatte mich über den Inhalt der 4. Staffel nicht informiert und als Sydney gleich in der ersten Folge bei der CIA aufhörte dachte ich was ist das denn für ein Scheiß. Zum Glück hat sich das schnell aufgeklärt, aber dafür gab es dann doch zu Anfang noch ein paar kleine Überraschungen…

Im Prinzip könnte ich hier auch wieder Ähnliches schreiben wie schon bei den voran gegangenen Staffeln. Jennifer ist wie immer toll, es gibt abwechslunsgreiche Aufträge, viel Spannung und Rätselraten.

Hier gibt es aber eine Sache, die mir nicht gefällt. Und zwar ist es das neue Intro oder wie ich es nenne das “Porno-Intro”, denn dieses Rumgestöhne ist ja schon bald widerlich. Es ist zwar schön Sydney in ihren unterschiedlichen Aufzügen zu sehen, aber das alte, wenn auch sehr techno-artige Intro hat mir sehr viel besser gefallen. Warum mussten sie es jetzt bei der 4. Staffel ändern? Ich für meinen Teil wünsche mir das Alte zurück.

Und noch etwas hat sich geändert. Die 4. Staffel ist wohl die Blutigste. In den anderen floß zwar auch Blut, aber nicht so viel wie hier. Zwar kein abgedrehter Splatter, aber den roten Lebenssaft bekommt man doch recht häufig zu sehen.

Was aber auch toll an dieser Staffel ist, dass man Sydneys Schwester Nadia mit eingebunden hat und sie so nicht nur Mittel zum Zweck gegen Ende der 3. Staffel war. Aber was haben sie denn hier mit Arvin Sloane gemacht? Wollte man ihn etwa menschlicher darstellen? Tztztz… er ist ein Monster! Das war er schon immer und das wird er auch immer bleiben.

Mir kam es auch so vor, dass Rambaldi hier wieder etwas in den Hintergrund gerückt wurde. Er ist zwar immer irgendwie da, aber in der 3. Staffel hatte man mehr von ihm.

Jetzt habe ich nur noch eine Staffel vor mir… die Letzte… die 5. Staffel. Sie soll endgültig sein. Ich habe da schon meine Theorien, aber ich lasse mich gerne von ihr überraschen.

Und eins noch. ALIAS ist die einzige Serie bei der ich regelmäßige Gänsehautschübe bekomme. Das hat bisher noch keine (Mystery)Serie geschafft – einfach nur genial!

ALIAS – Die Agentin 3. Staffel

Mittwoch, August 20th, 2008

Story:

Wie schon bei Staffel 1 und 2 werde ich nicht auf die 22 Episoden einzeln eingehen, sondern ich gebe auch hier nur kurz die Rahmenhandlung wieder.

2 Jahre… 2 Jahre sind vergangen und man hielt Agentin Sydney Bristow für tot. Aber sie ist noch am Leben nur fehlen in ihrem Gedächtnis die Erinnerungen an die letzten 2 Jahre.

Sie kehrt zur CIA zurück und versucht heraus zu finden wo sie in den letzten 2 Jahren war und was sie in dieser Zeit getan hat. Dabei bekommt sie Hilfe von ihren Vater Jack Bristow, der wie immer etwas mehr weiß.

Kommentar:

Es ist doch gar nicht so einfach hier die Rahmenhandlung kurz zusammen zufassen, denn es gibt hier so viel zu erzählen, aber das sollte man dann doch lieber alles selber entdecken.

Ich glaube dieser Text hier wird sich dann auch ähnlich lesen wie schon z Staffel 1 und 2. Ich steh einfach auf diese Serie und ich kann sie mir immer wieder ansehen und sie wird nicht langweilig.

Die 3. Staffel ist auch meine persönliche Lieblingsstaffel. Es gibt 5 Staffeln, aber bisher kenne ich die Serie nur bis zur 4. Staffel. Mir graut es ein wenig vor der 5. Staffel, denn ich will nicht, dass es zu Ende geht. Ich steh hier voll auf die Geschichte, das Mystische, die Darsteller, die Action, die Aufträge, die Intrigien, … einfach rund um perfekt, wenn es um Unterhaltung geht!

Diese Staffel hier ist auch die Rambaldi-lastigste. Ging es in der 2. mehr um die Familie, kehrte man hier mehr zu Rambaldi zurück. Und hier gibt es auch wieder mehr Action als bei der Zweiten.

Und Jennifer Garner – – ich mag es ihr bei der Arbeit zu zusehen. Vorallem hier bei ALIAS. Die Rolle der Sydney Bristow ist die Beste, die sie bisher gespielt hat. Da hat man genau die richtige Frau gefunden. Nicht nur Optisch macht sie viel her, sondern auch von ihren Leistungen. Ganz wichtig ist auch noch, dass ihr Nachname in der Serie Bristow ist und nicht Pristow – manch tolle Kritiker schaffen es nicht mal ihren Namen richtig zu schreiben.

Ich kann diese Serie nur weiterempfehlen. Hier ist eigentlich alles da was den Serienfreund gefallen sollte: Charaktere mit Hintergrund, eine durchdachte Storyline, spannende Unterhaltung, manchmal böse Cliffhanger das man einfach weiterschauen muss und dann noch den Mystik-Faktor dazu. Was will man mehr?

Suicide Desire

Dienstag, August 12th, 2008

Regie: Thomas Binder

Darsteller: Ares Malachuth, Carina Feindert

Story:

Es geht um Alex einen jungen Mann, der innerlich vollkommen kaputt ist. Nichts mehr vom Leben hat, denn seins besteht nur noch aus Gewalt, Aggression und Selbstzerstörung. Letztendlich sieht er nur noch einen Weg…

Kommentar:

Suicide Desire ist ein knapp 21 Minuten langer Kurzfilm, welcher 2007 unter der Regie von Thomas Binder entstand. Hier kann ich auch schon mal sagen, dass Suicide gut geworden ist für einen Amateur/Independentfilm.

Zu bemängeln habe ich eigentlich nur die Nachsynchronisation. Hier merkt man leider, dass die Darsteller im Film von anderen Personen nachsynchronisiert wurden. Die Stimme passt einfach nicht zur Person und dies wird bei der Frau am deutlichsten. Beim Mann – Alex – fällt es aber zum Glück weniger auf.

Wäre die Nachsynchronisation bei Alex gescheitert, wäre vermutlich der ganze Film gescheitert, denn fast den ganzen Film über führt er einen inneren Selbstdialog. Man ist die meiste Zeit mit ihm und seinen Gedanken alleine. Und diese Gedanken sind auch die Stärke des Films. Die kritisieren die Menschen, den Staat und das eigentliche Leben – ich mag dieses depressive Ausgekotzte an der Menschheit. Als ich eben in Vorbereitung dieser Review hier mir wieder den Film angesehen habe, kam mir wieder der gleiche Gedanke wie beim letzten Mal: “Menschenfeinds kleiner Bruder”. Suicide erinnert mich stark an den französischen Film Menschenfeind von Gaspe Noé. Nur das dieser Film hier eben die kleinere einfachere Version ist. Aber es ist alles da: die Kritik an den Menschen, eine gestörte Persönlichkeit und die inneren Monologe, die einem zum Nachdenken anregen.

Der Film ist eher ruhiger Natur, hat aber diese depressiv-traurige Grundstimmung. Man muss sich schon auf diese Atmosphäre und somit den Film einlassen. Ich glaube ansonsten langweilt man sich eher, aber dies wäre dem Film unfair gegenüber, denn gibt es doch sehr viel schlechtere und vor allem wirklich langweilige Filme im Amateur/Independentbereich.

Manche meinen ja auch, dass Amateurfilme nur Splatter und Gore zu bieten haben oder so was nur bieten sollten. Meiner Meinung nach eine recht bescheuerte Ansichtsweise, aber sollen sie nur. Hier werden solche Vertreter dann auch enttäuscht sein, denn es gibt nur eine kurze Szene wo ein wenig Blut fließt und das auch noch recht einfach gemacht. SFX-mäßig ist hier wirklich nicht viel los, aber wildes Rumgesplatter wäre hier sowieso deplaziert.

Bleiben noch die beiden Darsteller. Die Leistungen im Film würde ich als gut bezeichnen. Die Frau hatte nicht viel zu tun und wirklich schauspielern tut sie hier auch nicht, aber es ist gut, denn so wirkt es zumindest natürlich. Der Darsteller für Alex hatte da schon etwas mehr zu tun. Ares Malachuth macht seine Sache ganz gut, aber ab und an ist es doch zu viel des Guten. Weniger wäre mehr gewesen, denn manches wütendes Gehabe ist dann doch zu viel.

Schlussendlich ist Suicide Desire ein kleiner Amateur/Independentfilm aus Österreich, der auch mal zeigt, das es ohne viel Splatter/Gore geht, das man mehr Wert auf die Handlung und Darsteller legen sollte und den Zuschauer so gut unterhalten kann.