Archive for the ‘Action’ Category

Amazon Force

Montag, November 30th, 2009

Regie: Andreas Eisele

Darsteller: Ellen Koch, Nathalie J. Sameli, Raoul Schaupp, Michael Valentin, Heiko Schulz, Frank Hilsamer

Review:

Bevor ich mit der Review beginnen kann, muss ich erstmal das dämliche Grinsen aus meinem Gesicht bekommen. Hach ist das ein toller Film…

Beginnen wollen wir mit einem Zitat aus dem Anfang vom Film:

“Zum ersten Mal sollte das militärische Potential einer lange unterschätzten Gruppe voll genutzt werden. Tödlicher, hinterlistiger und gemeiner als der durchschnittliche Mann… Frau.”

Welch wahre Worte mit denen Amazon Force eingeleitet wird. Denn die AF sind eine streng geheime Spezialeinheit des US-Militärs und immer dort wo ein Mann versagt, werden die AF eingesetzt.

Wie im Fall von “Dr. Dick” auf den Natasha und Vivian angesetzt wurden. Dr. Dick, ständig umgeben von seiner Armee von Muskelmännern, ist auf der Suche nach einer Mumie, die auf der kleinen beschaulichen Insel Ling Lang vergraben sein soll. Eine Ausgrabung einer Mumie ist an sich nichts Besonderes mehr, aber diese Mumie ist speziell, denn wer über sie Macht ausübt, bringt den Tod und das Chaos über die Welt.

Werden die Amazon Force es schaffen Dr. Dick aufzuhalten?

Das mag abgedreht und trashig klingen – gut ist es auch, aber dieser Film hat einen verdammt hohen Unterhaltungs- und Spaßfaktor. Da ist es fast schon bedauerlich, dass der ganze Spaß nach knapp 49 Minuten auch schon wieder vorbei ist.

Wie setzen sich aber nun diese Faktoren zusammen? Der Spaß überwiegt hier bald schon, denn man(n) kann sich an Girls, Guns & Blood erfreuen – es ist doch immer wieder ein schönes Bild: ein leicht bekleidetes blutbespritzes Mädchen. Denkt was ihr wollt, nennt mich pervers, aber ich steh drauf. Die beiden Amazonen sind aber auch putzig… und dann noch eine ordentlich Protion Action – so leicht kann man uns Männer auch schon zu frieden stellen. Demnach lässt es sich der Film auch nicht nehmen mit einigen Klischees zu spielen. Wir Männer bringen nie was richtig zu Ende, Frauen sind multitaskingfähig, Männer sind auf ihr Fortpflanzungsorgan fixiert (ratet mal wo der Name “Dr. Dick” herkommt), Frau kann natürlich auch gut backen und so werden mal Rezepte ausgetauscht, Mann… man findet noch mehr im Film und es ist zu viel hier alles aufzuzählen und ihr sollt beim Schauen des Films auch noch selbst etwas zu entdecken haben.

Beim Spaß dürfen dann auch keine platten Witze fehlen, denn wie weckt man am besten jemanden auf?

Richtig man nehme einen Eimer mit Wasser und schütte diesen über den Kopf des zu Erwckenden aus. Nur leider will das im Fall der Mumie nicht klappen. Nein sowas aber auch! Was will man aber schon von einer Armee aus Klon-Muskelmännern erwarten, wenn die Genmixtur aus Schaf, Bär und Mensch besteht!? (Sollte mich hier meine Erinnerung täusch, verzeiht mir das, aber beim Schaf und Mensch bin ich mir sicher.) Auf diese Art hat Andreas Eisele auch das “Besetzungsproblem” gut gelöst. So kann die eine Person immer und immer wieder umgebracht werden und als Zuschauer muss man sich nicht wundern wieso die selbe Person schon bald wieder auftaucht und aufs Neue abtreten darf. Hier würde es sich auch fast schon lohnen ein Trinkspiel draus zu machen – jedes Mal wenn der Blonde ums Leben kommt, wird getrunken. Am Ende des Films dürfte es dann noch sehr heiter zu gehen. *g*

Neben den Klonen sollen auch die Anderen nicht unerwähnt bleiben. Ellen Koch und Nathalie J. Sameli sind eben die Amazonen und zum Glück handelt es sich hier um eine deutsche Independent, denn so nahm man Mädels “von neben an”. Junge, hübsche und natürliche Frauen und nicht diese aufgeblasenen und aufgespritzen Hollywood-Pussies. Ich danke für.

Dr. Dick wird gespielt von Raoul Schaupp – er als Oberbösewicht lässt hier die coole Sau raushängen. Mit ihm hat man die Rolle gut besetzt. Die fleißigen Leser meiner Reviews sollten ihn auch noch von Krankheit Mensch kennen. Wer sich dann die Review zu KM noch mal ins Gedächtnis holt, dürfte sich auch an Michael Valentin erinnern. Er ist hier auch dabei – zwar nur in einer kleinen Nebenrolle. Die Independentfilmszene ist doch ein kleiner verschworener Haufen.

Bei Independentfilmen findet man auch oft große Sauereien und derbe SFX. In diesem Sektor ist hier weniger los, denn handelt es sich mal nicht um einen Horrorfilm, sondern um einen Actionfilm. In denen geht es zwar hin und wieder auch gut zur Sache, aber diese Filme neigen dann schnell lächerlich zu werden. Hier zum Glück nicht. Hier wird zwar auch rumgeballert und das nicht gerade wenig, aber zum Glück ist es hier nicht so bekloppt wie in den großen Actionern. Wenn hier dann mal die Amazonen loslegen, fließt auch der rote Lebenssaft – wie aber schon gesagt, sollte man hier nicht viel Splatter/Goregedöns erwarten. Wer das haben will, sollte dann lieber zur MUP-VÖ Knochenwald greifen.

Was mir jetzt noch wichtig zu erwähnen wäre, ist das es etwas ganze Fieses im Film eingebaut wurde. Und zwar im letzten Drittel vom Film.

Da gab es doch einen ganz bösen Cliffhanger und beim ersten Mal ansehen, war ich schon am fluchen und verteufeln, dass es das noch nicht gewesen sein kann und dann leuchtet auch noch freudig die Aufschrift “Fortsetzung folgt” auf und der Abspann beginnt…

… aber dann kam zum Glück aus dem Off eine Stimme, die da verkunden ließ, dass kein Geld mehr für einen zweiten Teil da wäre, das man den Abspann lieber zurückspulen sollte und noch schnell ein Ende dransetzt. An diesem Punkt war die Welt wieder in Ordnung und der Spaß konnte weitergehen.

Auch wenn der Film dort noch nicht zu Ende war, nähere ich mich dem Ende der Review in der Hoffnung, dass es trotzdem irgendwann mal eine Fortsetzung geben wird.

Andreas es liegt in deiner Hand…

Blade – Die Jagd geht weiter

Dienstag, April 7th, 2009

Regie: Peter O’Fallon, Michael Robison, John Fawcett

Darsteller: Sticky Fingaz, Jill Wagner, Neil Jackson, Jessica Gower, Nelson Lee, Larry Poindexter, P. Lynn Johnson

Story:

Blade – Die Jagd geht weiter erzählt zusätzliche Handlungsstränge zu den Filmen und spinnt entweder etwas weiter oder ergänzt einiges.

Die erste Staffel umfasst 13 Episoden und da ich nicht jede einzeln wiedergeben möchte, werde ich euch nur kurz etwas zur Rahmenhandlung sagen.

Wie immer kämpft Blade gegen Vampire und dieses mal steht er Van Sciver und dem Hause Chthon gegenüber. Unterstützung dabei bekommt er von Krista Starr eine Ex-Soldatin, deren Bruder von Van Sciver umgebracht wurde.

Krista widerfährt recht schnell das Schicksal selbst zum Vampir zu werden – gewandelt von Van Sciver. Aber selbst das hält sie nicht auf mit Blade zusammen zu arbeiten und Van Sciver zu manipulieren oder zu hintergehen.

Kommentar:

Ich muss ehrlich sagen, dass es mir nicht leicht gefallen ist, die Rahmenhandlung zusammen zu fassen. Ich will eben nicht jede  Episode wiedergeben oder vielleicht sogar schon zu viel verraten. Das ist immer so ein kleines Dilemma, aber ich denke mal für diese Review wird es reichen.

Was bei dieser Serie zu erst auffällt, ist das Wesley Snipes hier nicht den Blade verkörpert. Allerdings überrascht das nicht allzu sehr, denn man merkte schon bei Blade III das Snipes keine Lust mehr hat. Und nun darf man sich mit Sticky Fingaz genügen.

Anfangs war es schon seltsam einen Anderen in der Rolle des Blade zu sehen und dies stößt auch erst einmal negativ auf, aber man hat sich recht schnell an den “neuen” Blade gewöhnt. Das sollte sich zumindest ab der zweiten oder dritten Episode einstellen, wenn nicht dann wird man es wohl wirklich nicht überwinden können. Schaut man aber dann die Serie dennoch weiter, wird man recht schnell merken, dass zwischen den beiden Figuren keine großen Unterschiede sind. Beide haben diese platten Sprüche drauf, versprühen aber dennoch eine Coolness ohne  überwiegend arrogant dabei zu wirken.

Auf der schauspielerischen Ebene kann Fingaz auch überzeugen. Zwar kein übermäßiges Talent, aber dies wird hier auch nicht verlangt. Viel interessanter bei den Darstellern ist Jill Wagner, welche die Krista Starr spielt. Schauspielerisch ist sie hier wohl auch nicht in Hochform, denn ich denke sie kann es noch besser – vorallem ihr Spiel mit der Mimik. Und verdammt sie ist ein heißes Weib. Das nehmen wir einfach mal wertfrei hin, aber einige Schauwerte… ohh hallo!

Die anderen Darsteller sind eher unauffällig, so auch die anderen Hauptrollen. Im Gesamtüberblick kann man aber durchaus von guten darstellerischen Leistungen sprechen.

Wenn etwas sich um Vampire dreht, geht es auch immer ums Blut, welches mit zu den SFX führt. Auch wenn es keinen derben Splatter in der Serie gibt, gibt es dennoch einige nette und auch handgemachte SFX. Die Filme bieten da zwar mehr, aber der kleine Gorehound in einem kommt auf seine Kosten. Manche haben mich auch überrascht, weil ich mit solchen nicht in einer TV-Serie gerechnet hätte.

Aber die blutigen SFX sind nicht alles – die computer-animierten lasse ich einfach mal außen vor, denn das “Zerfallen” der Vampire ist aus den Filmen bekannt und meinens Erachtens nicht so erwähnenswert. Was auch wichtig ist, ist die Spannung und da hält die Serie durchgehend ein gutes Level. Zwar gibt es Episoden wo mal und mal weniger vorhanden ist, aber es gibt einen guten Ausgleich. Ich kann nicht sagen, dass an irgendeiner Stelle Langweile aufgekommen wäre.

Mehr hab ich dann auch nicht mehr zu dieser Serie zu sagen. Anfangs war ich zwar auch skeptisch, aber wenn man den Snipes-Ersatz überwunden hat, bietet Blade – Die Jagd geht weiter gute Unterhaltung und ist eine nette Ergänzung zu den Filmen.

ALIAS – Die Agentin 4. Staffel

Sonntag, September 21st, 2008

Story:

Auch hier gibt es wieder 22 Folgen, aber ich werde nur kurz die Rahmenhandlung wiedergeben.

Sydney Bristow baut bei einem Einsatz in Shanghai Mist und muss sich deswegen vor der CIA verantworten. Dies tut sie auch und das Ergebnis davon ist, dass sie ihren Job bei der CIA aufgibt.

Schnell bekommt sie ein neues Angebot und zwar von der A.P.O. – einer geheimen Unterabteilung, die Aufträge ausführt, die die CIA nicht ohne weiteres selber durchführen kann.

Kommentar:

Ich hatte mich über den Inhalt der 4. Staffel nicht informiert und als Sydney gleich in der ersten Folge bei der CIA aufhörte dachte ich was ist das denn für ein Scheiß. Zum Glück hat sich das schnell aufgeklärt, aber dafür gab es dann doch zu Anfang noch ein paar kleine Überraschungen…

Im Prinzip könnte ich hier auch wieder Ähnliches schreiben wie schon bei den voran gegangenen Staffeln. Jennifer ist wie immer toll, es gibt abwechslunsgreiche Aufträge, viel Spannung und Rätselraten.

Hier gibt es aber eine Sache, die mir nicht gefällt. Und zwar ist es das neue Intro oder wie ich es nenne das “Porno-Intro”, denn dieses Rumgestöhne ist ja schon bald widerlich. Es ist zwar schön Sydney in ihren unterschiedlichen Aufzügen zu sehen, aber das alte, wenn auch sehr techno-artige Intro hat mir sehr viel besser gefallen. Warum mussten sie es jetzt bei der 4. Staffel ändern? Ich für meinen Teil wünsche mir das Alte zurück.

Und noch etwas hat sich geändert. Die 4. Staffel ist wohl die Blutigste. In den anderen floß zwar auch Blut, aber nicht so viel wie hier. Zwar kein abgedrehter Splatter, aber den roten Lebenssaft bekommt man doch recht häufig zu sehen.

Was aber auch toll an dieser Staffel ist, dass man Sydneys Schwester Nadia mit eingebunden hat und sie so nicht nur Mittel zum Zweck gegen Ende der 3. Staffel war. Aber was haben sie denn hier mit Arvin Sloane gemacht? Wollte man ihn etwa menschlicher darstellen? Tztztz… er ist ein Monster! Das war er schon immer und das wird er auch immer bleiben.

Mir kam es auch so vor, dass Rambaldi hier wieder etwas in den Hintergrund gerückt wurde. Er ist zwar immer irgendwie da, aber in der 3. Staffel hatte man mehr von ihm.

Jetzt habe ich nur noch eine Staffel vor mir… die Letzte… die 5. Staffel. Sie soll endgültig sein. Ich habe da schon meine Theorien, aber ich lasse mich gerne von ihr überraschen.

Und eins noch. ALIAS ist die einzige Serie bei der ich regelmäßige Gänsehautschübe bekomme. Das hat bisher noch keine (Mystery)Serie geschafft – einfach nur genial!

ALIAS – Die Agentin 3. Staffel

Mittwoch, August 20th, 2008

Story:

Wie schon bei Staffel 1 und 2 werde ich nicht auf die 22 Episoden einzeln eingehen, sondern ich gebe auch hier nur kurz die Rahmenhandlung wieder.

2 Jahre… 2 Jahre sind vergangen und man hielt Agentin Sydney Bristow für tot. Aber sie ist noch am Leben nur fehlen in ihrem Gedächtnis die Erinnerungen an die letzten 2 Jahre.

Sie kehrt zur CIA zurück und versucht heraus zu finden wo sie in den letzten 2 Jahren war und was sie in dieser Zeit getan hat. Dabei bekommt sie Hilfe von ihren Vater Jack Bristow, der wie immer etwas mehr weiß.

Kommentar:

Es ist doch gar nicht so einfach hier die Rahmenhandlung kurz zusammen zufassen, denn es gibt hier so viel zu erzählen, aber das sollte man dann doch lieber alles selber entdecken.

Ich glaube dieser Text hier wird sich dann auch ähnlich lesen wie schon z Staffel 1 und 2. Ich steh einfach auf diese Serie und ich kann sie mir immer wieder ansehen und sie wird nicht langweilig.

Die 3. Staffel ist auch meine persönliche Lieblingsstaffel. Es gibt 5 Staffeln, aber bisher kenne ich die Serie nur bis zur 4. Staffel. Mir graut es ein wenig vor der 5. Staffel, denn ich will nicht, dass es zu Ende geht. Ich steh hier voll auf die Geschichte, das Mystische, die Darsteller, die Action, die Aufträge, die Intrigien, … einfach rund um perfekt, wenn es um Unterhaltung geht!

Diese Staffel hier ist auch die Rambaldi-lastigste. Ging es in der 2. mehr um die Familie, kehrte man hier mehr zu Rambaldi zurück. Und hier gibt es auch wieder mehr Action als bei der Zweiten.

Und Jennifer Garner – – ich mag es ihr bei der Arbeit zu zusehen. Vorallem hier bei ALIAS. Die Rolle der Sydney Bristow ist die Beste, die sie bisher gespielt hat. Da hat man genau die richtige Frau gefunden. Nicht nur Optisch macht sie viel her, sondern auch von ihren Leistungen. Ganz wichtig ist auch noch, dass ihr Nachname in der Serie Bristow ist und nicht Pristow – manch tolle Kritiker schaffen es nicht mal ihren Namen richtig zu schreiben.

Ich kann diese Serie nur weiterempfehlen. Hier ist eigentlich alles da was den Serienfreund gefallen sollte: Charaktere mit Hintergrund, eine durchdachte Storyline, spannende Unterhaltung, manchmal böse Cliffhanger das man einfach weiterschauen muss und dann noch den Mystik-Faktor dazu. Was will man mehr?

Krankheit Mensch

Mittwoch, April 30th, 2008

Ich bin mal so frei und zitiere das Cover:

Wo einst Tiere und Pflanzen im Einklang mit ihrer Umwelt lebten, breitet sich seit einigen hundert Jahren eine Krankheit aus. Sie zerstört die Welt, ihre Tiere, ihre Pflanzen und sich selbst. Die Krankheit nennt sich Mensch und ihre Symptome sind Gewalt, Missbrauch, Folter und Mord.

In 6 No-Budget-Kurzfilmen bringen uns einige junge Filmemacher die Symptome dieser Krankheit näher.

Recht nette Umschreibung dieses Projektes – wie ich finde und die Bezeichnung Krankheit Mensch hat auch was für sich. Sie trifft es eigentlich ziemlich genau, denn in den seltenen Momenten in denen ich mal das Fernsehen einschalte, bekomm ich Mord, Totschlag,  Vergewaltigungen, Krieg, Kindesmisshandlungen … zu sehen und nun stelle sich mal vor – hierbei handelt es sich nicht um den neuesten Terrorfilm, sondern um normale Nachrichtenund ich glaube Viele können sich glücklich schätzen, dass wir die Nachrichten nur gefiltert zu sehen bekommen.

Ja… das wahre Leben ist viel härter und vor allem grausamer als ein Hostel-, Saw- oder TCM-Film! Aber das ist erst mal ein anderes Thema. Hier soll es jetzt erst mal um die 6 Kurzfilme gehen, also kommen hier auch erst mal 6 kurze Reviews von mir.

Ein schöner Tag (zum Amoklaufen)

Regie: Raoul Schaupp

Darsteller: Raoul Schaupp, Alexander Guth, Diana Wagenpfeil, Reimo Schaupp, ManuelaSchaupp, Joachim Schaupp

Story:

Die Regierung beschloss ein Verbot von allen Spielen (und wohl auch Filmen), die Blut oder Gewalt enthalten. Nun ist da dieser junge Mann, der genug von den ganzen niedlichen “Knuddel”-Spielchen hat und so ruft er einen Kollegen an, der ihm etwas besorgen soll – eine Pistole! Und schon kann der Amoklauf begingen…

Kommentar:

… in bester Ego-Shooter-Perspektive. Arbeitete man vorher noch mit Schnitten, bekommt man nun eine Plansequenz, die nicht nur recht erstreckende Bilder zeigt, sondern auch den Zuseher zwingt sich in die Situation des Amokläufers zu versetzen. Kein Entkommen, kein Augen verschließen damit man diese Bilder nicht mehr sehen muss.

Gut vielleicht sollte ich jetzt doch noch erwähnen, dass es nicht zu “graphisch” wird und die SFX eher einfacher Natur sind. Aber sie erfüllen ihren Zweck. Gorehounds werden hier auch nicht wirklich auf ihre Kosten kommen.

Aber dem Film geht es auch nicht sonderlich darum die übelsten Goreeffekte zu zeigen, sondern übt er Kritik an dem Verbot von den so genannten “Killerspielen” (eins muss ich unseren guten Politikern; war es nicht Stoiber, der das wieder losgetreten hat?; lassen – dieses Wort wird noch sehr lange Zeit polarisieren!).

Und wenn ich mal meine persönliche Meinung hier loswerden darf: so ein Verbot ist der größte Schwachsinn den es gibt. Weil gerade das Verbotene reizt doch am Meisten. Und gerade bei den Jugendlichen/Kindern – vor allem bin ich doch auch noch recht jung und weiß noch wie auf dem Schulhof war, wenn man sagen konnte ich hab schon den und den Film gesehen und wenn ich dann noch weiter zurück gehe, war man doch ein ganz Großer, wenn man die Kopie von einer Kopie von Tanz der Teufel hatte und heute sind es eben “Killerspiele”.

Aber hier ist das Problem, dass die Politiker nicht mit Games (um es mal allgemein halten zu wollen) aufgewachsen sind. (Um auch mal dieses böse Wort benutzen zu können) die YouTube-Generation kennt diese Games und versteht die Zusammenhänge zwischen “ich drück das Knöpfchen” und dann kommt “die” oder “die” Reaktion im Spiel und bei diesen Reaktionen passiert den Menschen in der
realen Welt nichts! Aber das ist in den Köpfen der Politiker nicht drin, die verabschieden lieber irgendwelche Verbote, die nichts nützen werden.

Was nützen würde, wäre wenn man in die Schulen geht und die Kinder/Jugendlichen über die Medien aufklärt – vor allem heute wo man ständig von irgendwelchen Medien umgeben ist!

Ich glaube in diesem Zusammenhang werde ich hier in Deutschland wohl keine Besserung mehr miterleben. Deutschland stellt sich nur all monatlich neue Armutszeugnisse aus…

Aber nun zurück zum Film: gegen Ende (knapp 10-min Kurzfilm) gibt es dann noch mal eine sehr nette Wendung. Auch wenn es hier nicht viel zu schauspielern gibt, möchte ich sagen, dass alle Darsteller ihre Sache gut gemacht haben. Und dieser Film regt auch auf jeden Fall zum Nachdenken an, aber er wird wohl nie die “Richtigen” erreichen.

Der zweite Kurzfilm ist Die Schande des Zwillings

Regie: Raoul Schaupp

Darsteller: Raoul Schaupp, Dianawagenpfeil

Story:

Die Zwillingsbrüder unterhalten sich oder streiten sich viel mehr, denn der Eine hat ein 8-jähriges Mädchen vergewaltigt und der Andere macht ihm deswegen (zu recht) ziemlich fertig.

Kommentar:

Schande ist ein 6-min Kurzfilm und er hat es in sich. Nicht nur das Raoul Schaupp hier eine Doppelrolle spielt und das auch gar nicht mal so schlecht, sondern eher die Thematik: “Ein Film gegen Kindesmissbrauch”. Ein Thema, das jeden gesunden Menschen übel ausstoßen sollte.

Aber leider gibt es doch immer wieder irgendwelche kranken Individuen… ich will nicht sagen, dass jeden Kinderschänder das Selbe widerfahren sollte wie im Film – denn dies wäre ja Gewaltverherrlichung und das wollen wir ja nicht.

Aber es müssen eindeutig härtere Gesetze für solche kranken … Menschen her. Weil es kann nicht sein, dass solche  verhaltensgestörten Personen nach 10 – 15 Jahren wieder rauskommen und dann fröhlich weiter machen. Da hilft auch keine Therapie mehr, vielleicht in ein oder auch zwei Fällen, aber die Meisten werden wieder rückfällig. Und was dann?

(Noch) Ein zerstörtes Kinderleben!?

Ich steh voll hinter diesem Film und seiner Botschaft! Aber leider wird wohl auch dieser Film nur sehr wenige Menschen
erreichen – obwohl er verdient hätte von sehr vielen Menschen gesehen zu werden!

Moloch wäre dann der dritte Film von Krankheit Mensch.

Regie: Michael Valentin

Darsteller: Michael Valentin, Thorsten Hastenteufel, Paul Ziegler, Etienne Schulz, Roxanne Schulz

Story:

Ein junger Mann sinnt auf Rache, denn sein kleiner Bruder wurde ermordet und heute ist der Tag gekommen an dem er seine Rache vollführen kann.

Kommentar:

Moloch ist ein 10-min Kurzfilm ist s/w-Optik. Und diese s/w Bilder verschaffen eine bedrückend kalte Atmosphäre – ja trotz der kurzen Laufzeit. Auch hier gibt es nur einen SFX (in Schande gab es auch nur einen) und es ist auch schon etwas blutiger als die beiden Vorgänger, aber man kann hier immer noch nicht von Splatter sprechen, daher wird wohl der geneigte Gorehound nicht wirklich auf seine Kosten kommen.

Ganz klar ist hier das Thema “Rache” – ein, vor allem im asiatischen Raum, sehr beliebtes Thema wie mir scheint, aber hier gibt es eine herrliche Ironie, ja fast schon Sarkasmus am Ende. Ich möchte hier nicht vorgreifen oder zu viel verraten, aber am Ende weiß man nicht ob man lachend oder lieber kopfschüttelnd da sitzen sollte.

Hat mir sehr gut gefallen – und der Film im Gesamtpaket natürlich auch. Aber wie bei jeder “Geschichtensammlung” ist immer mindestens eine Schlechte mit dabei und die wäre hier

Anarchie

Regie: Andreas Eisele

Darsteller: René Schumann, Andreas Eisele, Ellen Koch, Hassan Oubara

Story:

Zwei Männer, der eine im Bademantel und der andere mit Partyhütchen auf (er kommt soeben von einer Geburtstagsfeier) sitzen auf einer Parkbank bei einem “Trimm-Dich-Pfad”, auf dem ab und zu eine Joggerin vorbeikommt, und unterhalten sich…

Kommentar:

10 Minuten Langeweile – pure Langeweile. Ich meine, wenn ich zwei betrunkene Freaks auf einer Parkbank sitzend sich über “Anarchie”, “Freie Liebe” und was weiß ich unterhalten sehen will, muss ich mir nicht extra einen Film dazu ansehen. So was kann ich auch im echten Leben haben – muss ich aber nicht!

Ich weiß auch nicht was dieser Film hier soll. Irgendwie passt er nicht mit ins Gesamtbild. Ist schon eine kleine Enttäuschung und von den Darstellern will ich erst gar nicht anfangen – teilweise sehr lächerlich!

Um hier schnell wegzukommen, widme ich mich lieber den besseren Beitrag

Es gab Keinen

Regie: Christian Jegl, Matthias Wissmann

Darsteller: Matthias Wissmann, Niklas Drewlo, Natalie Garcia

Story:

Ein junger Mann wacht blutverschmiert mitten im Wald auf. Er steht auf und geht scheinbar ziellos davon. Doch dann kommt er auf einen Waldweg wo auch sein Auto steht und bei diesem findet er seine Freundin tot vor.

Kommentar:

Der geduldige Gorehound wird in diesem 6-min Kurzfilm belohnt, denn hier gibt es kleinere “Splatter/Goreeinlagen”. Bitte kein Splatterfest erwarten!

Sonst ein recht unauffälliger Film. Es wird eine Geschichte vom Totschlag erzählt, d. h. also nicht viel zu schauspielern, nur ‘ne hübsche Leiche abgeben, aber um ernst zu bleiben, würde ich die darstellerische Leistung als gut bezeichnen.

Es bewahrheitet sich: “Das Beste kommt zum Schluß!” …

353,9 Sekunden

… ist nicht nur der letzte Beitrag, sondern auch mein persönlicher Favorit.

Regie: Christian Jegl

Darsteller: Natalie Garcia, Matthias Wissmann, Kevin Hartfiel, Katharina Leber

Story:

Eine junge Frau fährt mit ihrem Auto durch die Gegend und raucht genüsslich nebenbei eine Zigarette. Aber dann macht sie Halt (auf einen Rastplatz?) und öffnet den Kofferraum indem sich zwei Männer befinden… und mit den Beiden hat sich noch etwas vor… und das ist nichts Gutes!

Kommentar:

Knapper 12-min Kurzfilm, der vom graphisch Dargestellten wohl der Härteste ist. Hier sind wirklich gut gemachte SFX und beim ersten Mal ansehen, war ich doch etwas erschrocken. Aber erwartet jetzt auch hier kein Splatterfestival.

Ich glaube hier hat man sich auch ein wenig durch Hostel & Co. inspirieren lassen, denn geht man hier in eine ähnliche Richtung. Aber auch hier möchte ich nicht zu viel  verraten.

Lasst euch einfach überraschen, denn wie ein paar der anderen Filme hier auch, gibt es eine nette Wendung am Ende des Films.

Bevor ich hier selbst zum Ende komme, möchte ich noch etwas loswerden.

Vielen kommt es bei Amateur/Independent-Produktionen nur auf Härte/Splatter/Gore an – eine recht besch… bescheidene  Einstellung wie ich finde, aber naja… Jedem das Seine, denn Krankheit Mensch liefert auch hier einen kleinen Beweis, dass Gore nicht alles ist! Manchmal geht es einfach nur darum eine Botschaft zu vermitteln und da ist Gore manchmal nur ein Hilfsmittel – immer mal wieder hinterfragen was man da sieht und mal schauen ob da nicht doch noch mehr ist.

Außer vielleicht Violent Shit ist das höchste Maß der Dinge für Einen!

Was bleibt zu Krankheit Mensch zu sagen?

Auf jeden Fall eine schöne Sammlung von Kurzfilmen, die mal mehr und mal weniger zum Nachdenken anregen. Ein bisschen mehr Abwechslung der Themen hätte ich mir gewünscht, denn oft lässt es sich auf “Rache” reduzieren.

Wenn ich jetzt nicht total daneben liege, ist auch eine Krankheit Mensch 2 DVD geplant, aber ich bin mir eben nicht sicher ob dies offiziell ist. Wenn ja, dann bitte so wie hier mit vielleicht etwas mehr Abwechslung der Themen, denn es gibt noch viel mehr krankes Zeug dort draußen…