Regie: Mark A. Lewis
Darsteller: Martha MacIsaac, Val Kilmer, Aaron Ashmore, Kyle Schmid, Steph Song
Story:
Ein klines Forscherteam entdeckt ein Mammut, welches vom “ewigen” Eis freigegeben wurde. Aber nicht nur das Mammut war im Eis mit eingeschlossen, sondern auch ein Parasit, der schon bald seine ersten Opfer unter den Forschen fordert. Bei diesen wenigen Opfern soll es aber nicht bleiben, denn ein paar Studenten und die Tochter von Dr. Krupien, sind auf dem Weg zu dieser “Entdeckung”. So bekommt der Parasit eine noch größere Möglichkeit den Tod zu verbreiten.
Kommentar:
Der Film nimmt als Aufhänger die Erderwärmung und den Ökoterrorismus. So bekommt man in den ersten Minuten vor den Kopf geknallt, dass es zu viele Menschen gibt und etwas später hält uns auch einer der Studenten vor, dass wir Menschen erstmal nur an uns und unseren Spaß denken und dabei keine Rücksicht auf die Natur nehmen. Und das Traurige an der Sache ist, dass er damit gar nicht mal Unrecht hat.
Aktuell haben wir dort auch das Beispiel mit der gesunkenen Bohrinsel. Der Mensch hat mal wieder die Natur ausgebeutet und wieder einmal ging dabei etwas schief. Nun läuft unablässig Öl in den Golf von Mexiko und zerstört dort die Umwelt. Und irgendwann bekommen wir Menschen die Rechnung dafür. Die Natur hat Zeit und sie wird sich auch irgendwann wieder davon erholen, aber wir Menschen werden dann noch drunter leiden – auch wenn viele von uns dann schon gar nicht mehr da sind und schon zu Staub zerfallen sind. Die Natur wird sich an uns rächen und verdient haben wir es alle mal.
Nun aber lieber zurück zum Film. Der Film fängt eben mit dieser leichten Sozialkritik an, rutscht dann aber im weiteren Verlauf mehr zum Tierhorror ab. Denn der Parasit (oder besser gesagt die Parasiten) sind Insekten aus der Urzeit. Aufgrund der Erderwärmung kommt dieses Mammut ans Licht und dies war schon Parasiteneiern verseucht, die jetzt auch langsam auftauen und dann die Menschen befallen. Da laufen dann auch noch ein paar Heimlichkeiten innnerhalb des Forschersteams ab, aber man erkennt schnell, dass sie eigentlich dort bescheid wissen und mit dem Ökoterrorismus im Hinterkopf kann man sich schon denken, dass das Ganze größere Ausmaße annehmen soll. Daher kann man sich auch schon einiges denken, aber dennoch tut dies dem Film keinen Abbruch.
Denn sind erstmal alle Figuren eingeführt und an ihren Bestimmungsort kommt auch die Spannung mit auf. Die kann sich auch bis zum Ende halten, obwohl die Wendungen keine wirklichen Überraschungen bieten. Jeder der ein paar Slasherfilme kennt, kann das auch hierher übertragen. Nur das in diesem Film der Killer eben Insekten sind – ansonsten ist hier auch das Final-Girl und Einer nach dem Anderen darf aus dem Leben treten. Allerdings geht es hier nicht ganz so blutig zu – wäre auch Fehl am Platz. Da gibt es eigentlich nur eine wirklich fiese Szene, aber auch die beweist mal wieder, dass das was man sich selber vorstellt manchmal grausamer ist als wenn die Kamera draufhalten würde. Da darf man auch froh sein, dass der Staat (bisher) das eigene Kopfkino nicht zensieren kann.
Wenn der Film gesamt gesehen gut ist, hab ich dennoch was zu bemängeln. Das sind nämlich die bösen CGI-Effekte bei den Insekten. Es hielt sich zwar in Grenzen, aber es ist dennoch sehr auffällig und es sieht nicht schön aus. Da lobe ich mir doch die alten (italienischen) Horrorfilme – dort wurde noch mit echten Insekten gearbeitet und das sieht verdammt gut aus. Es hat doch damals geklappt und wieso macht das heute kein Filmemacher mehr? Aber es liegt wohl in der Natur des Menschen, dass man lieber den einfachsten Weg geht.
Mehr bleibt mir zu diesem Film auch nicht zu sagen oder mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen. Es ist einer dieser Filme für zwischendurch, die für den Moment gute Unterhaltung bieten. Man kann ihn sich durchaus mal ansehen und ist somit eine gute Alternative sollte mal nur wieder Mist im TV kommen oder auch wenn der Videothekenbesuch sonst nichts Interessantes bietet.





